Incentives oder: Wir schmeissen das Geld der Kunden zum Fenster raus

Letzte Woche konnte man in der Presse verfolgen, dass die die DVAG ihr 3.500 besten Berater samt Ehe- bzw. Lebenspartner auf vier (!!!!) Schiffe einer großen und bekannten Reederei, deren Kreuzer einen Kussmund auf dem Bug haben, eingeladen hat. Nach diversen Meldungen hat der Spaß die Frankfurter Vertriebsgesellschaft zwischen 20 und 25 Millionen Euro gekostet. Ob darin auch das Absperren eines Großteils des Hafenviertels von Valetta (Malta) inkludiert ist, ist nicht bekannt.

 

Ich neide keinem Teilnehmer dieser Veranstaltung diese schöne Reise. Im Gegenteil: Gute Arbeit sollte belohnt werden. Nur bin ich der Meinung, dass es in Zeiten von Niedrigrenditen, fallenden Zinsen und Staatshilfe für notleidende Versicherungskonzerne (Lebensversicherungsreformgesetz) das falsche Zeichen ist, seine Vertriebsleute auf ein Kreuzfahrtschiff zu setzen und medienwirksam (Formationsfahrt gefilmt durch einen Hubschrauber)durchs Mittelmeer zu schippern. Bei 6 Millionen Kunden (Eigenangabe) hat der Spaß pro Kunde 4 Euro gekostet, was im Endeffekt der Kunde doch bezahlt, auch wenn anderes behauptet wird. Außerdem frage ich mich dabei? Wo bleiben die Mitarbeiter im Innendienst ? Bekommen die auch eine Kreuzfahrt geschenkt? Eher nicht.

 

Man kann seine besten Mitarbeiter auch anders belohnen - und vor allen nicht so an die große Glocke hängen. Außerdem sorgen solche „Wettbewerbe“, denn nichts anderes sind ja Incentives, mit Sicherheit nicht für eine bedarfsgerechte Beratung des Kunden. Oder wie sieht es aus, wenn zum Erreichen des Wettbewerbsziels nur der Abschluss eines Vertrages noch fehlt? Die Antwort darf sich jeder selber geben.

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