Fehler beim Abschluss eines Versicherungsvertrages - Privathaftpflicht

In unregelmässiger Reihenfolge werde ich ab heute im Rahmen des Policenschreck-Blogs Dinge präsentieren, die immer wieder beim Abschluss eines Versicherungsvertrages falsch gemacht werden.

Starten möchte ich mit dem Thema



"Kinder in der Privathaftpflichtversicherung." 


Das eine Privathaftpflichtversicherung ein vernünftiger und sinnvoller Vertrag ist, haben bereits viele Familien erkannt; schließlich weiß man nie so genau, was die Sprösslinge so treiben.

Was viele Eltern aber nicht wissen: Bei der gesetzlichen Haftung und demnach auch bei der privaten Haftpflichtversicherung gibt es Lücken, die beachtet werden müssen.


Deliktsfähigkeit


Laut Gesetz sind Kinder erst ab dem 7. Lebensjahr "deliktsfähig". Deliktsfähigkeit bedeutet, dass man die Fähigkeit hat, das Unerlaubte einer Handlung einzusehen und dieser Einsicht gemäß zu handeln. 


Da Kinder erst ab dem 7. Lebensjahr deliktsfähig sind, sind Schäden, die von Kinder bis 7. Lebensjahr verursacht werden, standardmässig NICHT von der Privathaftpflichtversicherung gedeckt. Das bedeutet, wenn der 6jährige mit einem scharfen Gegenstand Nachbars Auto "verschönert", ist das normalerweise nicht versichert.


Oft wollen Eltern aber in diesem Fall den Schaden aufgrund des nachbarschaftlichen Friedens beglichen sehen und sind dann überrascht, wenn die Versicherung nicht zahlt.


Leistungsstarke Tarife wählen


Diese Falle kann man umgehen, wenn man einen leistungsstarken Tarif wählt, der die Mitversicherung von deliktsunfähigen Kindern einschließt. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie solch einen Tarif abgeschlossen haben, schauen Sie in Ihren Unterlagen nach, Fragen Ihren Vertreter oder rufen bei Ihrem Versicherer an. Die leistungsstarken Tarife sind nicht viel teurer, als die Basis-Tarife, die angeboten werden. Einen Überblick finden Sie z.B. im Online-Rechner des Policenschrecks.


Verletzung der Aufsichtspflicht


Eine andere "Falle" ist die sogenannte "Verletzung der Aufsichtspflicht". Hierbei ist zu beachten, dass die Eltern erst haftbar zu machen sind, wenn sie ihre Aufsichtspflicht gegenüber ihrem Kind verletzt haben. Und auch erst in diesem Fall zahlt auch die Versicherung.


Hier wird es etwas schwierig: Denn wann die Aufsichtspflicht verletzt wurde, ist nirgends genau geregelt: Hier kommt es auf das Kind, dessen Entwicklungsstand und die spezielle Situation an. 


Fazit:


Sparen Sie nicht am falschen Ende und entscheiden sich für einen günstigen Basis-Tarif in der Privathaftpflichtversicherung. Das könnte am Ende teuer werden...


Geben Sie nicht vorschnell an, die Aufsichtspflicht nicht verletzt zu haben, weil Sie ein schlechtes Gefühl haben. Im Zweifelsfall wird dies ein Gericht entscheiden müssen, ob eine Verletzung vorgelegen hat.




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Kommentare: 2
  • #1

    Lisaelotte (Montag, 23 März 2015 08:02)

    Hi,
    super Blogthema, dass leider viel zu wenig in diversen Seiten behandelt wird. Hab mich diesbezüglich schon bei <a href=http://www.versicherung-online.net/>Versicherung online</a> viel informiert und habe extra bei deren Infocenter angerufen, da ich selber Blogs zu Versicherungsthemen verfasse. Die günstigsten Grundtarife, sind dann meist leider die teuersten.
    Vielleicht werde ich darauf auch noch näher eingehen, welche Seiten brauchbar sind und welche nicht.
    LG

  • #2

    Liselotte (Montag, 23 März 2015 08:04)

    Wollte noch sagen, dass euer Blog top ist , da kann ich mir noch einiges Abschauen.
    Weiter so!
    LG

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