Fehler beim Abschluss eines Versicherungsvertrages: Die Berufsunfähigkeitsversicherung

Wenn selbst Verbraucherschützer von einer Versicherungen sagen, dass sie sinnvoll ist, muss was dran sein: Es geht um die Berufsunfähigkeitsversicherung, kurz BU genannt.

 

Die BU zahlt eine vorab vereinbarte monatliche Rente während der gesamten Zeit der Berufsunfähigkeit; längstens bis zum Ende der vereinbarten Laufzeit, falls man aus gesundheitlichen Gründen, nicht mehr in der Lage ist, in seinem Beruf zu arbeiten.

 

Wo ist der Haken bei der BU?

 

Hört sich sehr sinnvoll an, ist es auch. Das ganze hat nur ein Haken: Der Versicherungsschutz ist relativ teuer; abhängig von der vereinbarten Rente, der Laufzeit und dem Beruf, der versichert werden soll. So betrug 2013 der Beitrag für eine Monatsrente von 1.500 Euro für den Beruf des Bürokaufmanns bei einem Eintrittsalter von 35 Jahren knapp 60 € pro Monat ( Quelle: Franke und Bornberg - Laufzeit bis 67. Lebensjahr)

 

Tricks, um den Beitrag zu drücken 

 

Da vor solchen Beiträgen der Kunde naturgemäß zurückschreckt, bekommen die Interessenten vom Vermittler gerne mal ein Angebot mit einer viel zu geringen Rente. So liegt der Durchschnitt bei den in Deutschland abgeschlossenen Verträgen zwischen 500 und 900 Euro. Das ist alles andere als bedarfsgerecht, denn im Zweifel sollte man von der gezahlten Rente seinen Lebensunterhalt bestreiten können.

 

Was gibt es bei Erwerbsminderung?

 

Oft wird in diesem Zusammenhang gesagt, dass die BU-Rente ja die Erwerbsminderungsrente, die vom Staat gezahlt wird, aufstockt.

Um es ganz deutlich zu sagen: Dem ist nicht so. Die Hürden, eine Erwerbsminderungsrente zugesprochen zu bekommen, sind sehr hoch; außerdem beträgt die Höhe der durchschnittlich gezahlten Rente wegen Erwerbsminderung nur rund 600 Euro ( Quelle: Deutsche Rentenversicherung).

 

Oftmals werden solche Versicherte ein Fall für die gesetzliche Grundsicherung. In diesem Fall wird dann die private BU-Rente angerechnet, so dass sich die staatliche Leistung mindert. Das würde bedeuten, dass man die eigene staatliche Unterstützung suventioniert hätte.

 

Aus diesem Grund rate ich allen, die sich für so eine Versicherung interessieren:

 

- mindestens 1.000 Rente vereinbaren

- die Laufzeit bis zum 67. Lebensjahr  rechnen lassen

- keine falschen Angaben im Antrag machen, um den Versicherungsschutz zu bekommen; die Gesellschaften finden es meistens raus...

 

Fazit: Ist Ihnen der Versicherungsschutz zu teuer oder aufgrund von Vorerkrankungen oder dem Berufsbild nicht möglich, informieren Sie sich über Alternativen - Solche Produkte sind am Markt vorhanden. Sprechen Sie Ihren Versicherungsmakler oder Vertreter einfach darauf an. 

 

Weitere Informationen:

 

Versicherungs-ABC: Die Berufsunfähigkeitsversicherung

Berufsunfähigkeitsversicherung in Wikipedia

 


Sie haben eine Frage oder haben Interesse an einem Angebot?

Nutzen Sie einfach das Kontaktformular.

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Adresse


Bahnhofstraße 28

65428 Rüsselsheim

Kontakt


Telefon  06142-953 973 61

Fax         06142-953 973 69

Mail        info@policenschreck.de

Interesse? Machen Sie einen Terminvorschlag!