Warum Lebensversicherungen keine geeignete Form der Geldanlage sind...

Es gab einmal Zeiten, da wurden Versicherungsvertretern Lebens- und Rentenversicherungen praktisch aus den Händen gerissen - das Produkt war begehrt, da die Renditen gut waren - über die Kosten, die der Abschluss solcher Verträge mit sich zog, wurde nicht nachgedacht. Doch mittlerweile haben sich die Zeiten geändert: Lebens- und Rentenversicherungen sind nur noch schwer an den Mann bzw. die Frau zu bringen.Verbraucherschützer warnen, die Verunsicherung ist groß.

 

 

Lebensversicherungen sind für Geldanlage NICHT geeignet 

 

Trotzdem gelingt es hin und wieder, durch geschickte "Verkaufsgeschichten" Kunden zum Abschluss solcher Verträge zu bringen: Zum letzten Mal beispielsweise Ende letzten Jahres, als damit geworben wurde, sich den "höheren Garantiezins zu sichern" - Wow, 1,75% ist echt der Hammer...

 

Verabschieden Sie sich von dem Gedanken, eine Lebens- oder Rentenversicherung als Geldanlage zu betrachten - diese Zeiten sind vorbei. Mit Mühe erreichen klassische Policen eine Wertentwicklung, die knapp über 3% (inklusive Garantiezins liegt - da versuchen sogar manche Gesellschaften, ihre Produkte in den Vergleich mit Tagesgeldkonten zu setzen um zu zeigen, wie toll ihr Produkt ist. Problem dabei: Tagesgeldkonten sind kurzfristige Geldanlagen, Lebens- und Rentenversicherung müssen langfristig über die gesamte Laufzeit betrachtet werden. Außerdem: Von Ihrem Beitrag, der monatlich abgebucht wird, geht ein nicht unerheblicher Teil für Kosten ab. Das bedeutet: Wenn Sie 100 Euro zahlen, landen nicht 100 Euro in Ihrem vertrag und werden verzinst, sondern je nach Kostenstruktur des gewählten Produktes deutlich weniger.

 

Hohe Kostenbelastung in den ersten Jahren

 

Beim Abschluss von Versicherungen werden immer - je nach Unternehmen und Vertragstyp - hohe Abschlusskosten fällig, die den Vertrag in den ersten Jahren der Laufzeit belasten. Dies kann man auch gut an den Rückkaufswerttabellen ablesen, die man mit dem Versicherungsschein ausgehändigt bekommt: Nach fünf Jahren ist (fast) immer weniger Geld im Vertrag, als man eingezahlt hat,erst gegen Ende der Laufzeit steht der Zeiger der Uhr deutlich im Plus. Aus diesem Grund ist es auch Nonsens, solch einen Vertrag mit einem Tagesgeldkonto zu vergleichen.

 

Eine Rentenversicherung spielt ihre Stärke darin aus, dem Kunden eine lebenslange Rente zu garantieren. Und das kann kein Fondsparplan, Bausparvertrag und kein Tagesgeldkonto. Nur dass muss einem bewusst sein und dies verstanden haben.

Lebensversicherungen machen meiner Meinung nur nach als Risikoabsicherung Sinn - als Sparvertrag sind sie out. Auch eine Rentenversicherung sollte man nur abschließen, wenn man alle staatlichen Fördermittel ( Riester, betriebliche Altersvorsorge, Rürup) ausgeschöpft hat und noch Mittel frei hat.

 

Hände weg von "Kinderpolicen"

 

Gerne schließen Eltern oder Oma und Opa für den Nachwuchs sogenannte "Kinderpolicen" ab, um die Kleinen gut abzusichern und etwas für später zu sparen. Auch hier ist die Kostenbelastung hoch - oft wird die Laufzeit des Vertrages bis zum Rentenbeginn des Kindes hinausgezogen. Hierbei profitiert in der Regel nur das Versicherungsunternehmen und nicht das Kind.

 

Fazit: Nutzen Sie zur Geldanlagen oder zum Sparen keine Versicherungsprodukte - hier ist die Kostenbelastung in der Regel zu hoch. Versicherungen kommen nur in Frage, wenn Sie - wie es der Name auch sagt, ein Risiko absichern möchten, z.B. Langlebigkeit, Tod, Berufsunfähigkeit, Unfall. 

 

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