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Wie Sie beim Buchen Ihres Urlaubs viel Geld verlieren können...

Das Internet wird immer wichtiger im Leben: Man kann dort einkaufen, einen neuen Partner kennen lernen, Versicherungen abschliessen und sogar Urlaubsreisen buchen. Alles ganz einfach und natürlich auch günstig. Aber Vorsicht: Wer nicht aufpasst, schliesst gleich bei der Buchung des Traumurlaubs jede Menge Versicherungen ab, der er gar nicht möchte...

 

 Der gewünschte Urlaub ist schnell gefunden und man möchte schnell buchen; die Reise könnte ja schnell weg sein. Da überliest man gerne einiges. So gibt es viele Reiseportale und sogar Fluggesellschaften, die einem an diesem Punkt jede Menge Versicherungen unterschieben, die den Urlaub plötzlich deutlich teurer machen. Oft ist der Passus so klein, dass man es überhaupt nicht merkt. Auch kann es sein, dass mein einen "Exklusiv-Schutz" abwählen muss, also das Häkchen wegblicken muss, um nicht in den zweifelhaften Genuss eines solchen Versicherungspaketes zu kommen.

 

Klickt man das "Angebot" bei der Buchung weg, ploppt in vielen Fällen ein Fenster auf, das vor dem Nichtabschluss der Versicherung warnt. Oft wird hierbei auch der geringe Beitrag für die Versicherung in Relation zu einem hohen Schaden, der einem entstehen kann, gesetzt.

Natürlich ist es nicht verkehrt, wenn man auf Risiken hingewiesen wird - und bequem es es darüber hinaus auch noch. Doch es stellt sich natürlich die Frage, ob man die angebotenen Verträge überhaupt braucht und wie sieht es überhaupt mit dem Versicherungsschutz aus ? 

 

Besser getrennt buchen

 

In der Regel werden dem Kunden Pakete verkauft, deren Bestandteile nicht immer alle benötigt werden: Reisegepäckversicherungen sind oftmals überflüssig, die Auslandsreisekrankenversicherung hat hohe Selbstbehalte und wenn man sich die Angebote jenseits der Portalpakete anschaut, gibt es oftmals Anbieter mit deutlich besseren Leistungen. Beachten Sie hierbei, das sich die mit der Reise gebuchten Versicherungsverträge automatisch verlängern können. Was viele Kunden nicht beachten: Sie denken, Sie schliessen die Versicherung nur für die einzelne Reise ab; dabei handelt es sich um einen vertrag, der alle Reisen im laufenden Jahr absichert.

 

Guter Nebenverdienst der Anbieter

 

Natürlich ist das ganze ziemlich unseriös, scheint aber lukrativ zu sein, da nur ein geringer Teil der Kunden es überhaupt merkt und von denen auch nur ein geringer Teil den Vertrag widerrufen.

 

Und genau das sollte man auch tun, wenn man merkt, dass man etwas abgeschlossen hat, was man gar nicht haben wollte: Eine Auslandsreisekrankenversicherung, eine Reiserücktrittskostenversicherung, eine Reiseabbruchversicherung usw...

Hierbei handelt es sich nämlich um rechtlich voneinander unabhängige Verträge, die nicht aneinander gebunden sind. Sie können also den Abschluss der Versicherung innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt des Versicherungsscheins widerrufen. Wichtig hierbei: Nicht beim Anbieter der Reise widerrufen; der tritt hier nur als Vermittler auf, sondern bei der Versicherungsgesellschaft. Die Adresse, an die der Widerruf zu richten ist, können Sie den Vertragsunterlagen entnehmen.

 

Schlappe für Opodo.de vor dem Bundesgerichtshof

 

Langsam wird es für Portalbetreiber wie opodo.de ungemütlich. Ein Urteil des Bundesgerichtshofes aus dem Januar 2017 zwingt die Portalanbieter, in Zukunft ihre Kunden deutlich auf auf die angebotenen Versicherungspakete hinzuweisen. Unbeabsichtigten Abschlüssen soll so ein Riegel vorgeschrieben werden.

 

 

Auch in anderen Branchen verbreitet

 

Es ist ja nicht so, dass es solche unfaire Methode nur in der Reisebranche gibt. Einer meiner Kunden besitzt eine gebrandete Kreditkarte eines großen Internetkaufhauses, das so ähnlich heißt, wie ein sehr großer Fluss in Südamerkia.Diese Kreditkarte wird von der Landesbank Berlin herausgegeben, die solche Karten für viele andere Unternehmen anbietet.

Bei dieser Kreditkarte hat der Kunde die Möglichkeit, die Ratenhöhe, mit der er den Saldo zurückführt, selber zu bestimmen und online zu ändern.

 

Gesagt getan: Allerdings wunderte der Kunde sich, dass er plötzlich mittels Checkbox den Abschluss einer Restschuldversicherung bestätigen sollte, die von ihm nicht gewünscht und auch nicht aktiv ausgewählt worden war. Zusammen schauten wir uns die Seite etwas genauer an und siehe da: Im Bildschirm vorher war die Restschuldversicherung vorausgewählt - und zwar in einer so kleinen Schriftgröße, dass es man es sehr leicht überlesen kann. Zufall???

 

 

Fazit: Vergleichen Sie Angebote der unterschiedlichen Versicherer. Oft sind die angebotenen Pakete nicht günstig und auch nicht so leistungsstark. Lassen Sie sich nicht bei der Buchung zum Abschluss drängen - bei seriösen Anbietern können Sie auch nachträglich die Versicherung abschliessen.

 

Weitere Informationen:

 

Reiseversicherungen - Onlinevergleich 

VersicherungsABC: Reiseabruchversicherung

Restschuldversicherung: Teuer und oft nutzlos

BGH verurteilt Versicherungspraxis von Opodo - Artikel auf procontra-online

 

 

Der Artikel wurde am 05.10.2017 aktualisiert

 


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