Kinder richtig absichern!

 

Eine große Umstellung steht an, wenn das erste Kind geboren wird. Doch was muss man tun, damit der Nachwuchs richtig abgesichert ist? Viele Eltern sind unsicher und schliessen womöglich verträgt ab, die gar nicht benötigt werden 

 

Ganz allgemein lässt sich sagen, dass ein Kind gut abgesichert ist, wenn dies die Eltern auch sind. Und dazu zählt als allererstes die Krankenversicherung. Bei gesetzlich Versicherten ist dies kein Problem: Das Neugeborene ist beitragsfrei mitversichert. Anders in der privaten Krankenversicherung: Hier muss das Kind gegen eigenen Beitrag versichert werden. Muss Ihr Kind privat versichert werden, beachten Sie, dass Sie dazu zwei Monate Zeit haben - ansonsten ,müssen die privaten Anbieter Ihr Kind nicht aufnehmen, sondern dürfen Gesundheitsfragend stellen, von denen die Annahme abhängig ist (vergleichen Sie dazu auch diesen Blog-Beitrag).

 

Ebenso ist eine Haftpflichtversicherung notwendig: Achten Sie darauf, den Vertrag in einen Familientarif umzustellen, damit Ihr Kind mitversichert ist. Zwar kann ein Baby keinen großen Schaden anrichten, die Kleinen werden aber schneller größer, als man denkt...

 

Natürlich möchte man auch für die Zukunft des Nachwuchses vorsorgen: Geld für den Führerschein, die Ausbildung oder das Studium soll angespart werden. Oft werden den jungen Eltern sogenannte "Kinderpolicen", auch in Verbindung mit bekannten Comicfiguren, angeboten, die das Sparen oft mit Risikovorsorge - also einer Unfallversicherung oder sogar eine Berufsunfähigkeitsversicherung verbinden. Was auf den ersten Blick gut aussieht, entpuppt sich oft später als teures Vergnügen: Die Flexibilität der Police (Einzahlungen, Auszahlungen, Verfügbarkeit des Guthabens) kosten Rendite , also Geld. Auch der verbundene Risikoschutz frisst Ertrag, von den hohen Abschlusskosten ganz zu schweigen. Lassen Sie von solchen Produkten besser die Finger.

 

Trennen Sie Risikovorsorge und Sparvorgang und schliessen separate Verträge ab. Eine separate Unfallversicherung macht Sinn und ist viel günstiger, als im Kombi-Produkt. Aufgrund der derzeitigen Niedrigzinsphase bieten sich sowieso nur wenig Versicherungsprodukte als Sparlösung an; besser ist ein Fondssparplan, bei dem man bei niedrigen Kosten bis zum 18.Lebensjahr relativ sicher Guthaben für den Nachwuchs ansparen kann. 

 

Unfallversicherung? gibt doch die Gesetzliche...

 

Spricht man Eltern auf eine Unfallversicherung für ihre Sprösslinge an, bekommt man oft als Antwort: Die brauchen wir nicht, wir haben doch die Gesetzliche Unfallversicherung. Prinzipiell ist das auch richtig, nur greift diese nur auf dem Weg zum Kindergarten/Schule/ Universität und zurück und natürlich während des Aufenthaltes dort. In der Freizeit besteht kein Versicherungsschutz, für Babys und Kleinkinder, die zu Hause versorgt werden, ebenso nicht.

 

Leider haben nur ca. 31% aller Kinder bis 14 Jahre eine private Unfallabsicherung; statistisch gesehen werden so nur 18% aller Kinderunfälle durch die gesetzliche Absicherung erfasst. 

 

 

 

 

 

 

Die nebenstehende Tabelle zeigt Ihnen , in welcher Höhe die gesetzliche Unfallversicherung - abhängig vom Invaliditätsgrad - eine monatliche Rente zahlen würde. Bitte beachten Sie, dass eine Zahlung erst ab einem Invaliditätsgrad von mindesten 20% erfolgt.

 

Grundlage der nebenstehenden Tabelle ist die sogenannte Bezugsgröße ( §18 SGB IV). 2017 beträgt die Bezugsgröße in den alten Bundesländern 35.700 Euro und in den neuen 31.920 Euro.

 

Eine Rente von 661 Euro bei Vollinvalidität hört sich zunächst mal nach viel an, deckt allerdings bei weitem nicht den Kapitalbedarf des verunfallten Kindes ab; wahrscheinlich noch nicht mal den Mehraufwand, den die Eltern haben werden, beispielsweise durch Umbauten im Haus oder der Wohnung. Und denken Sie daran: Die Rente steigt nicht im zunehmenden Alter...

 

Achten Sie als Eltern darauf, dass Sie Selber gut abgesichert sind. Sorgen Sie für den Fall der eigenen  Berufsunfähigkeit vor, um Verdienstausfälle auszugleichen. Noch härtere Konsequenzen hat der Tod eines oder beider Elternteile. Für diesen Fall bietet sich eine Risikolebensversicherung an, damit der Nachwuchs finanziell abgesichert ist.

 

Fazit: 

 

Nach der Geburt sollten Sie zunächst dafür sorgen, dass Ihr Kind krankenversichert ist. Auch die eigene Absicherung sollte in Ruhe überprüft und gegebenenfalls optimiert werden. Alles andere hat Zeit und kann in Ruhe sorgsam geplant und angegangen werden. 

 

weitere Informationen:

 

 


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