Feuer frei auf die Riester-Rente

Policenschreck - Thomas Renker - Versicherungsmakler in Rüsselsheim - Wir befreien Sie von unnützen Versicherungspolicen?

 

 In den letzten Wochen und Monaten gerät die Riester-Rente immer mehr unter Beschuss: Die Grünen wollen die Riester-Rente abschaffen (Quelle FR), die Linken die Riester-Reform gar rückabwickeln und auch die CDU stellt Überlegungungen an, die Riester-Rente durch eine Deutschlandrente zu ersetzen: Einen vom Staat gemanagten Fonds, der Dank niedrigen Abschluss- und Vertriebskosten rentabler arbeiten soll, als die Versicherer und Fondsgesellschaften es zur Zeit tun.

An dieser Stelle muss man sich fragen,  warum man ein Konstrukt, was vor 14 Jahren mit viel Tamtam eingeführt wurde, in Frage stellen oder gar abschaffen muss und dafür etwas neues aus dem Zylinder ziehen möchte, anstatt die Schwachpunkte des gegenwärtigen Konzepts zu analysieren und zu beseitigen? Wäre das nicht sinnvoller?

 

Großes Verbesserungspotential im Detail

 

Man muss gar nicht lange suchen, um die Punkte, die verbesserungswürdig sind, zu finden, den diese sind schon lange bekannt:

 

- Die Anrechnung der Riester-Rente auf die Grundsicherung: abschaffen - Warum ist das noch nicht längst passiert? Es kann doch nicht sein, dass wenn Menschen mit niedrigem Einkommen und somit auch einer niedrigen Rente für ihr Alter vorsorgen, dies auf die spätere mit Sicherheit zu beziehende Grundsicherung angerechnet wird.

 

- Komplexität vereinfachen: Wer was wann wieviel in welchem Jahr sparen muss, um die Zulagen zu bekommen: Viele Menschen verstehen es nicht und auch viele Berater haben damit Probleme. Bitte vereinfachen! Der„Normalbürger“ versteht das nicht.

 

- Mehr Aufklärung: Die Riester-Rente ist KEINE zusätzliche Rente bzw. Altersvorsorge, sie gleicht die Rentenkürzung von 2002 (Altersvermögengesetz) nur aus. Erklärt das den Leuten. Ja, dies ist mit eine Aufgabe des Vertriebs der Produkte - aber sollte das nicht der Staat erledigen, der die Rentenversicherung so reformiert hat?

 

- Schluss mit der Darstellung, das mit der Riester-Rente das Altersvorsorgeproblem gelöst ist - mitnichten - die Riester-Rente ist eher ein Tropfen auf den heißen Stein, ein Puzzlestücken, zu dem auch die betriebliche Altersvorsorge gehört.

 

- Ran an die hohen Abschluss- und Vertriebskosten: nur noch Produkte, die den staatlichen Vorgaben hinsichtlich Ertrag und Kostenstruktur entsprechen, sind förderfähig. Damit verschwinden nicht konkurrenzfähige Produkte vom  Markt.

 

- Verschlankung und Vereinfachung der Verwaltung der Verträge - oder wussten sie, dass es eine extra Zulagenstelle gibt, die mit den Riester-abteilungen der Versicherer korrespondieren, damit die Zulagen richtig gebucht werden? Das kostet alles Geld - und zwar das Geld der Riester-Sparer.

 

- Warum sind Beamte förderfähig, die aber ebenso wie Selbstständige (in der Regel) nicht in die Rentenkassen einzahlen, der Selbständige ist aber nur über Umwege über den Ehegatten förderfähig?

 

- Warum sollte jemand privat vorsorgen, wenn im Todesfall das angesparte Kapital weg ist ( gilt auch für Rürup) und nur in bestimmten Fällen an den Ehepartner des Verstorbenen weitergegeben werden kann? 

 

Vertrauensverlust in die staatlich geförderte Altersvorsorge

 

Einige dieser Punkte sollten doch relativ einfach zu beheben sein. Ein neuerliche Reform der Reform von 2002 trägt beim Kunden bzw. Verbraucher sicher nicht dazu bei, das Vertrauen in staatlich geförderte Altersvorsorge zu stärken.

Übrigens: Natürlich gibt es in der Tat Riester-Angebote von Versicherern, Fondsgesellschaften, Banken und Bausparkassen, die aufgrund einer ungünstigen Kostenstruktur nicht rentabel sind. Allerdings trifft dies nicht auf alle Angebote zu - es gibt Verträge, die unter Berücksichtigung der Zulagen gute Renditen erzielen. Auch hier könnte der Gesetzgeber eingreifen und die Angebote besser vergleichbar machen; z.B. das ein allgemeingültige und vergleichbare Angabe der Kosten gemacht wird und der Verbraucher somit die Qualität der Verträge besser vergleichen kann.Aktuelle ist dies nicht richtig möglich; die wahren Kosten solcher Verträge werden eher verschleiert als offengelegt.

 

Fazit: Riester ist seit 2002 stetig unter Beschuss. Ob es Riester-Verträge in 5 Jahren noch gibt, vermag ich nicht zu sagen. Allerdings ist es meiner Meinung einfacher, bestehende Mängel am Konstrukt zu beseitigen, als ein neues Projekt zu starten . Womöglich treffen wir uns in 14 Jahren dann wieder an dieser Stelle und führen die gleiche Diskussion…

 


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