Absicherung der Arbeitskraft - Was kann man tun?

Die Absicherung der eigenen Arbeitskraft ist wichtig. Doch nicht jeder, der einen solchen Schutz beantragt, bekommt ihn am Ende auch; meist sind gesundheitliche Gründe ausschlaggebend. Doch was sind die Alternativen ? Welche anderen Versicherungsprodukte kommen hier in Frage? 

 

Policenschreck - Thomas Renker - Versicherungsmakler in Rüsselsheim - Wir befreien Sie von unnützen Versicherungspolicen?
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Die eigene Arbeitskraft ist mit der Gesundheit das höchste und teuerste Gut, das der Mensch besitzt und eigentlich auch schützen sollte. Während mittlerweile fast jeder krankenversichert ist, fristet der Schutz der eigenen Arbeitskraft ein Schattendasein. Oft wird sogar von Verbraucherschützern und Versicherungsvermittlern der Abschluss einer sogenannten "BU" (Berufsunfähigkeitsversicherung) empfohlen. Doch die ist oft teuer und aufgrund des Gesundheitszustandes des Kunden nicht abschliessbar. Aber welche Möglichkeiten gibt es überhaupt, die eigene Arbeitskraft abzusichern?

 

Erste Wahl: Die Berufsunfähigkeitsversicherung

 

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) schützt für den Fall, dass man seinen ausgeübten Beruf aus gesund- heitlichen oder körperlichen Gründen auf Dauer nicht mehr nachgehen kann. In diesem Fall zahlt einem das Versicherungsunternehmen eine bei Vertragsabschluss vorher vereinbarte Rente. Eine BU ist nicht ganz billig; der Tarifbeitrag errechnet sich nach dem Eintrittsalter und nach dem Beruf, der ausgeübt wird. Ist der eigene Gesundheitszustand nicht mehr ganz so gut, kann es unter Umständen schwierig werden, einen Schutz zu be- kommen - die Ablehnungsquoten sind sehr hoch.

Eine BU ist vor allen Dingen für Menschen wichtig, die der Haupternährer der Familie sind und wenig bis kein Vermögen auf der hohen Kante liegen haben. Da die staatlichen Leistungen in den letzten Jahren erheblich zurück- gefahren wurden, ist jeder selbst auf- gefordert, sich einen passenden Schutz zu besorgen.

Die volle Erwerbminderungsrente erhalten Sie, wenn Sie weniger als 3 Stunden am Tag arbeiten können. Die halbe Erwerbsminderungsrente wird gezahlt, wenn Sie weniger als 6 Stun- den am Tag arbeiten können. Die durchschnittlich in Deutschland ausgezahlte volle Erwerbsminderungsrente beträgt 650 € (2013- Quelle: Wikipedia).

 

Bild: Adobe Stock/ Dan Race
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Günstigere Alternative: Die Grundfähigkeitsversicherung

 

 

Bei einer Grundfähigkeitsversicherung wird im Gegensatz zur BU kein Beruf bzw. Berufsbild versichert, sondern der Verlust einer oder mehrerer Grundfähigkeiten. Als Grundfähigkeiten gelten beispielsweise Sehen, Sprechen, Hören, Gehen usw. Verliert man eine oder mehrere dieser Fähigkeiten, wird eine vorher vereinbarte Rente gezahlt. Die Fähigkeiten, die versichert sind, sind in den Versicherungsbedingungen klar aufgeführt. eine Grundfähigkeitsversicherung ist deutlich günstiger, als eine Berufsunfähigkeitsversicherung, der Versicherungsfall tritt aber auch deutlich seltener ein, als bei der BU. Insbesondere für Menschen in handwerklichen Berufen oder Vorerkrankungen, die nur sehr schwer oder gar keinen BU-Schutz bekommen, ist eine Grundfähigkeitsversicherung eine interessante Alternative.

 

 

Beispiel für einen Schadenskatalog

Fähigkeitskatalog A - Leistung bei Verlust von mindestens einer der aufgeführten Fähigkeiten:

 

- Sehen

- Sprechen

- Sich orientieren

- Hände gebrauchen

 

Fähigkeitskatalog B - Leistung bei Verlust von mindestens drei dieser Fähigkeiten:

 

- Hören

- Stehen

- Treppen steigen

- Gehen

- Knien

- Setzen und Aufstehen

- Greifen

- Arme bewegen

- Heben und Tragen

- Auto fahren

 

Ergänzung zu BU oder Grundfähigkeit: Die Dread Disease

 

Die Dread Disease, auch Schwere Krankheiten-Versicherungen genannt, ist besonders in den angelsächsischen Ländern stark verbreitet. Hierbei wird der Ausbruch einer schweren Krankheit wie Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall oder Multiple Sklerose uvm. versichert. Die Krankheiten, bei denen der Versicherungsfall eintritt und eine vorab fest vereinbarte Versicherungssumme ausgezahlt wird, sind in den Versicherungsbedingungen festgelegt. Überlebt der Kunde die Krankheit, muss die Versicherungsleistung nicht zurückgezahlt werden. Die Dread Disease legt ihren Schwerpunkt auf die Hinterbliebenenabsicherung und stellt nur eine Ergänzung zu den beiden vorgenannten Versicherungsformen dar. Orthopädische und psychische Leiden bleiben hier unberücksichtigt. Allerdings gibt es bei dieser Art der Absicherung Probleme: Das Produkt ist relativ neu auf dem deutschen Markt und es gibt aktuell ( Anfang 2016) nur 6 Gesellschaften, die solche Verträge anbieten. Hinzu kommt, dass es in diesem Bereich keine Standards gibt: Stets abgesichert sind Herzinfarkt, Schlaganfall und Krebs. Allerdings unterscheiden sich die Definitionen und das Leistungsspektrum von Tarif zu Tarif. Gleiches gilt auch für die Krankheitsdefinitionen, die von medizinischen Laien nur schwierig zu bewerten sind.

 

Notlösung: Unfallversicherung

 

Sollte keine der besprochenen Versicherungsformen aus gesundheitlichen Gründen in Frage kommen, kann man - bevor man gar keinen Schutz hat, eine Unfallversicherung in Betracht ziehen. Eine Unfallversicherung leistet bei bleibenden Schäden nach einem Unfall. Die Höhe der Schadenzahlung richtet sich nach der vorab vereinbarten Versicherungssumme in Abhängigkeit mit der sogenannten Gliedertaxe. die Gliedertaxe legt die Höhe der Schadensleistung nach der Schwere des bleibenden körperlichen Schadens fest. Zwar ist die Unfallversicherung die günstigste der besprochenen Versicherungslösungen, aber auch die Versicherungsform mit den größten Deckungslücken für den Kunden. Geleistet wird nur nach einem Unfall und wenn ein bleibender Schaden zurück bleibt. Psychische Beeinträchtigungen oder Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit bleiben hier außen vor.

 

Fazit: Den besten, aber auch teuersten Schutz bietet eine BU. Eine Grundfähigkeit kann insbesondere für Personen, die körperlich anstrengende Tätigkeiten ausführen oder gesundheitliche Probleme haben, eine interessante Alternative sein. Eine Dread Disease hingegen stellt nur eine Ergänzung von BU und Grundfähigkeit dar, die Unfallversicherung ist nur eine absolute Notlösung, wenn keine der anderen Versicherungsformen in Frage kommt.

 

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