Warum eine Wohngebäudeversicherung so wichtig ist...

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Seit einigen Monaten sind die Zinsen auf Rekordtief, was sich positiv auf die Anzahl die Immobilienfinanzierungen auswirkt: Viele Deutsche erfüllen sich den Traum vom Eigenheim, für die das vorher nicht möglich war. Oft wird dabei der Fokus auf die Realisierung des Wunsches nach dem Eigenheim gelegt, wobei der Aspekt der Wohngebäudeversicherung oft zu kurz kommt: Sprich es wird ein billiges Angebot ohne Blick auf das Bedingungswerk gewählt oder ganz auf diesen wichtigen Schutz verzichtet, was in den Zeiten von immer mehr werdenden Stürmen oder Überschwemmungen grob fahrlässig ist, denn es droht der Totalverlust des neu erworbenen Häuschens.

 

Großer Schaden durch "Niklas"

 

Im Frühjahr 2015 verursachte Sturm "Niklas", der mit fast 200 Stundenkilometern durch Deutschland zog einen Schaden von fast 750 Millionen Euro und hinterließ eine Schneise der Verwüstung: Abgedeckte Dächer, zerstörte Gartenmöbel, durch herumfliegende Ziegel beschädigte Solaranlagen.  "Niklas" war 2015 somit für gut ein Drittel der Gesamtschäden in der Wohngebäudeversicherung verantwortlich. Zwar sind solche Sturmereignisse nicht an der Tagesordnung und somit auch nicht alltäglich, erwischt es aber einen Hausbesitzer, kann es schnell finanziell eng werden.

 

Wofür eine Wohngebäudeversicherung leistet

 

Während eine Hausratversicherung alle beweglichen Sachen im Haus absichert, leistet eine Wohngebäudeversicherung für Schäden am Gebäude und Gegenstände, die fest mit dem Gebäude verbunden sind; beispielsweise eine Markise. Standardmässig ist das Gebäude gegen die Gefahren Feuer, Leitungswasser und Sturm/Hagel versichert. Überschemmungen, beispielsweise durch rückgestautes Regenwasser oder einen Gewässer müssen separat in einer sogenannten "Elementarschadenversicherung" abgesichert werden.

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Tipps zum Abschluss eines Vertrages

 

Achten Sie beim Abschluss eines Vertrages darauf, dass die Versicherungssumme nach Quadratmetern berechnet wird; ansonsten müssten Sie jede Änderung am Haus, beispielsweise die neue Sat-Anlage oder den Geräteschuppen nachmelden, da sonst eine Unterversicherung entsteht. Mit einer Berechnung nach Quadratmetern sind Sie auf der sicheren Seite. 

Auch wenn es verlockend ist: Nehmen Sie einen Tarif mit Selbstbehalt und verzichten Sie somit auf eine Erstattung von Kleinstschäden. Zum einen wird dadurch Ihr Beitrag günstiger, zum anderen senken Sie somit das Risiko einer Kündigung des Vertrages durch den Versicherer nach einem Schadensfall: Denn dazu ist jede Vertragspartei nach einem Schaden berechtigt und viele Kleinstschäden treiben die Verwaltungs- und Schadenskosten in die Höhe. Natürlich bieten die Versicherungsgesellschaften auch die Möglichkeit an, mehr Dinge zu versichern, als die oben genannten Gefahren. Sinnvoll ist es sicherlich, den Schutz vor Überspannung, Vandalismus oder die Kosten für Aufräum - und Abbrucharbeiten mitabzusichern. Achten Sie außerdem darauf, dass der Punkt "grobe Fahrlässigkeit" mitversichert ist - gute Tarife haben den Verzicht auf diesen Einwand eingeschlossen.

Wann ist ein Sturm ein Sturm?

 

Immer wieder heiß diskutiert: Wann ist ein Sturm ein Sturm? In den Versicherungsbedingungen aller Gesellschaften ist dies klar geregelt: Ab Windstärke 8 redet man bei der Wohngebäudeversicherung von einem Sturm. Dies ist im Zweifelsfall vom Versicherungsnehmer nachzuweisen - und erst dann muss das Versicheurngsunternehmen leisten.

 

 

Fazit: Als Immobilienbesitzer ist eine Wohngebäudeversicherung eigentlich ein "Muss". Nur so kann man die wertvollste und teurste Sache, die man besitzt, richtig absichern. Schützen Sie Ihr Gebäude durch einen leistungsstarken Tarif und verzichten Sie auf vermeintlich günstige Angebote, die am Ende doch teurer kommen können.

 


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