PKV: Der Unterschied zwischen Standard-, Basis- und Notlagentarif

Policenschreck - Thomas Renker - Versicherungsmakler in Rüsselsheim -Policenschreck -PKV
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Viele Kunden, die sich für eine private Krankenversicherung interessieren fragen, was passiert, wenn Sie ihr Beiträge nicht mehr zahlen können und fragen nach dem "Notlagentarif" von dem Sie gelesen haben. Oft wird dieser aber mit dem sogenannten Standardtarif, bzw. dem Basistarif verwechselt. 

 

Was unterscheidet die drei Tarife eigentlich voneinander und für wen kommen diese überhaupt in Frage? Kurz und kompakt: Unsere Übersicht zu den drei Tarifarten:

Standardtarif (für ältere Versicherte)

 

Der Standardtarif ist der Vorläufer des Basistarifen und wurde 1994 von der PKV eingeführt und war für Personen gedacht, die mindestens 65 Jahre alt und mindestens 10 Jahre privat krankenversichert waren. Das Leistungsniveau liegt auf dem Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung, der Beitrag ist maximiert auf den Höchstbeitrag der GKV. 

Seit dem Jahr 2000 können auch Versicherte ab 55 Jahren in den Standardtarif wechseln, wenn deren Jahreseinkommen die Jahresarbeitsentgeltgrenze nicht übersteigt.

Der Standardtarif existiert nach wie vor und kann von Wechselberechtigten, die bereits vor dem 1. Januar 2009 in der PKV versichert waren, gewählt werden. Für später Eingetretene bleibt besteht nur die Option zum Wechsel in den Basistarif. 

 

Basistarif 

 

 

Der Basistarif wurde zum 1. Januar 2009 eingeführt. Alle PKV-Anbieter sind verpflichtet, einen Basistarif anzubieten. Der Leistungsumfang entspricht weitergehend dem Leistungskatalog der GKV. Werden die Leistungen der GKV gekürzt, wird auch der Basistarif angepasst. Wichtig: Im Rahmen des Basistarifen wird maximal der 1,8-fache Satz der Gebührenordnung der Ärzte (GOÄ), bzw. der 2,0-fache Satz der Gebührenordnung für Zahnärzte (GÖZ)  erstattet. Probleme kann es geben, wenn Ärzte, die sonst nur Privatpatienten behandeln, höher abrechnen wollen.

Der Beitrag ist analog dem GKV-Höchstbeitrag plus des durchschnittlichen Zusatzbeitrages (2016: 665,29 Euro). Hier kommen allerdings noch die Beiträge für die Pflegepflichtversicherung hinzu. Eine Selbstbeteiligung in Höhe von 300, 600,900 und 1200 Euro kann vereinbart werden. Für diese Wahl gilt dann eine dreijährige Bindefrist. Auf einen Wechsel in den Basistarif haben folgende Personen einen Anspruch:

 

- freiwillig gesetzlich versicherte innerhalb von sechs Monaten nach der freiwilligen Mitgliedschaft

- alle ab dem 1.9.2009 in der PKV eingetretenen Personen 

- PKV-Versicherte ab dem Alter von 55 Jahrne

- PKV-Versicherte unter 55 Jahren, wenn Sie vorher im Standardtarif waren , einen gesetzlichen Renten-, bzw. Ruhegeldanspruch haben oder anerkanntermaßen hilfebedürftig sind.

 

Vor Aufnahme in den Basistarif gibt es zwar eine Gesundheitsprüfung, aufgenommen wird aber jeder gesetzlich berechtigter Antragsteller ( ohne  Risikozuschläge oder Leistungsausschlüssen) , da ein Kontrahierungszwang besteht.

Notlagentarif

 

Die Krankenversicherungspflicht, die zum 1.9.2009 eingeführt wurde, führte dazu, dass Krankenversicherungsverträge nicht mehr wegen der Nichtzahlung von Beiträgen gekündigt werden können. Stattdessen ruhten diese Verträge - allerdings mit Anspruch auf Notleistungen, während die Beitragsschulden weiter stiegen.

 

Durch den Notlagentarif wird dies nun seit dem 1.8.2013 verhindert: Der Versicherte wechselt automatisch in den Notlagentarif, wenn die Beitragsrückstände auch nach einem sechsmonatigen Mahnverfahren weiter bestehen und endet ebenso automatisch, wenn das Beitragskonto ausgeglichen wurde. Ein freiwilliger Wechsel in diesen Tarif nach § 204 VVG ist demnach nicht möglich - ebenso wie ein Neuabschluss dieses Tarifs. Erstattet werden im Notlagentarif Behandlungen bei akuter Erkrankung und Schmerzzuständen sowie bei Schwangerschaft. Der Beitrag ist für alle Versicherten gleich, es gibt keine Nachlässe oder Zuschläge und liegt aktuell bei 79,14 €.

Weitere Informationen:

 

 


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