Für wen eignet sich eigentlich eine private Krankenversicherung?

Policenschreck - Thomas Renker - Versicherungsmakler in Rüsselsheim -Policenschreck  PKV
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Ein paar mal im Jahr landet auf meinem Schreibtisch eine Anfrage für eine private Krankenversicherung (PKV).

Meist sind es junge Selbstständige oder gutverdienende Angestellte über der Jahresarbeitsentgeltgrenze ( 2016: 56.350 Euro).

 

Im Gespräch mit den Kunden hört man oft Sätze wie: "Ein Angebot, so günstig wie möglich!" oder "Ich habe nicht viel Geld - Bitte einen billigen Anbieter mit hohem Selbstbehalt." 

 

Und hier fangen auch schon die Probleme an: Wer in die PKV geht, soll sich von dem Argument vieler PKV-Verkäufer verabschieden: Sie sparen in der PKV kein Geld. Zum einen gibt es die beworbenen Tarife mit 99 € im Monat in der Regel gar nicht, zum anderen sind "Billig-Tarife", die geringe Leistungen und einen hohen Selbstbehalt haben, oft eine Falle.

 

Diese Tarife wurden als Einsteigertarife konzipiert , damit Kunden später mit steigendem Einkommen in Tarife mit höheren Leistungen wechseln würden. Doch leider passiert das viel zu selten: Das Einkommen des Selbstständigen entwickelt sich nicht so wie gedacht, man muss aus finanziellen Gründen doch im leistungsschwachen Tarif bleiben und irgendwann ist es aufgrund der notwendigen Gesundheitsprüfung zu spät, höhere Leistungen dazu zubuchen.

 

PKV und die Lebensplanung

 

Als Argument für die PKV kann eigentlich nur die Mehrleistungen gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung zählen. Neben Top-Leistungen haben solche Tarife in aller Regel auch hohe Monatsbeiträge. Dazu kommt: Da für jede Person ein eigener Vertrag mit eigenem Beitrag fällig wird, sollte man schon bei Abschluss der PKV wissen, wie die Lebensplanung aussieht. Spätestens dann, wenn das zweite Kind unterwegs ist, verflucht der ein oder andere seine Entscheidung für die PKV.  

 

Für wen eignet sich die PKV denn jetzt überhaupt - Und für wen nicht?

 

Diese Frage lässt sich relativ einfach beantworten: Die PKV ist für Diejenigen geeignet, die ein dauerhaft hohes Einkommen haben und gute - sehr gute Leistungen von ihrer Versicherungen fordern und dazu auch ihre Lebens- und Familienplanung im Blick haben.

Wer als Selbstständiger schwankende und/oder niedrige Einnahmen hat, sollte sich nicht von den anfänglich günstigen Einstiegsbeiträgen blenden lassen. Auch wer vor hat, eine Familie zu gründen und sich auf Nachwuchs freut, sollte gründlich über den Wechsel in die PKV nachdenken.

 

Etwas anders sieht es bei Beamten aus: Für diese Gruppe ist die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) in den meisten Fällen keine sinnvolle Alternative, da beim Verbleib in der GKV die Beihilfe wegfällt und der Staat keinen Arbeitgeberzuschuss zahlt. Hier ist die PKV eindeutig zu bevorzugen und günstiger, als ein Verbleib in der GKV.

 

Fazit: Eine private Krankenversicherung ist (für mich) kein Massenprodukt; es ist ein Angebot für eine spezielle Zielgruppe, die Top-Leistungen wünscht und nicht aufs Geld schauen muss. Für alle anderen (ausgenommen Beamte) muss ein Wechsel sehr genau geprüft und überdacht werden, damit es nicht irgendwann eine böse Überraschung gibt.

 

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