PKV: Wie funktioniert eine Beitragsanpassung?

Policenschreck - Thomas Renker - Versicherungsmakler in Rüsselsheim -Policenschreck  PKV Beitragsanpassung

Jedes Jahr zittern am Jahresende viele PKV-Versicherte, ob wieder eine Beitragsanpassung (BAP) über sie hereinbricht. Für 2017 schwant nichts Gutes: Die ersten BAP-Schreiben wurden schon verschickt, "Horrormeldungen" von Anpassungen von bis zu 40% machten die Runde.

 

Doch warum gibt es überhaupt Beitragsanpassungen und wann kann und darf der Versicherungsbeitrag  überhaupt angepasst werden?

 

Leistungskosten

 

Einer der Gründe, warum die Beiträge angepasst werden, sind steigende Leistungskosten. Leistungskosten sind die Kosten die entstehen, wenn die Versicherten Rechnungen einreichen, die von der Versicherung erstattet werden. Steigen diese Kosten um mindestens 10%, müssen diese zusätzlich in die Prämie eingepreist werden. Leistungskosten steigen auch durch den medizinischen Fortschritt.

 

längere Lebenserwartung

 

Auch die längere Lebenserwartung der Versicherten muss in die Prämienkalkulation einfließen; schließlich müssen die über die Vertragslaufzeit angesparten Altersrückstellungen für einen längeren Zeitraum reichen, als ursprünglich kalkuliert.

 

Rechnungszins und Überzins

 

Die eben schon angesprochenen Altersrückstellungen sammelt der Versicherer für seine Kunden an. Daraus ergibt sich jedes Jahr ein Zinsgewinn, welcher in einen Rechnungszins und einen Überzins aufgeteilt wird. Der Überzins wird zu 90% den Versicherten ab 65 zur Verfügung gestellt, der Rechnungszins wird jedem Vollversicherten sofort gutgeschrieben. Die Zinsgewinne, die die PKV-Unternehmen zur Zeit erzielen, liegen allerdings aktuell teilweise unter dem kalkulierten Rechnungszins, was zur Folge hat, dass die Kalkulation nicht mehr stimmt und die Beiträge angepasst werden müssen.

 

Stornogewinne

 

Die bereits erwähnten Altersrückstellungen fallen bei einem Ausscheiden des Kunden aus der privaten Krankenversicherung in aller Regel dem Versichertenkollektiv - also alle anderen Versicherten - zu. Wenn mehr Personen ausscheiden als kalkuliert wurde, sind diese Gewinne höher und die Prämie fällt. Scheiden weniger Leute aus der PKV aus, sind die Gewinne niedriger und die Beiträge müssen steigen.

 

Bild: Adobe Stock/ FivePointSix
Bild: Adobe Stock/ FivePointSix

Anpassungsvoraussetzungen

 

Oft fragt man sich in diesem Zusammenhang, warum diese Beitragssteigerungen in solch großen Schüben kommen - wäre es nicht besser, das gleichmässig über alle Jahre zu verteilen, als eine große Anpassung?

 

Leider ist es nicht ganz so einfach, denn eine Anpassung wegen geringerer Stornogewinne und des Rechnungszinses können nur vorgenommen werden, wenn es eine Beitragsanpassung wegen einer Veränderung der Leistungskosten oder die Lebenserwartung gibt. Das bedeutet, das im ungünstigsten Fall mehrere Faktoren zusammenkommen und somit einen großen Beitragsschub auslösen.

 

 

 

Was kann man tun?

 

Die Beitragsanpassung können Sie nicht verhindern, aber möglicherweise können Sie in einen anderen Tarif Ihrer Versicherungsgesellschaft wechseln, der anders kalkuliert ist und deswegen günstiger ist - natürlich unter der Beibehaltung Ihres gewohnten Versicherungsumfangs bzw. geringen Einschränkungen.

 

Weitere Informationen:

 

 


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