Das gute Recht

Recht haben und Recht bekommen sind zwei verschiedene paar Schuhe. Wer seinem Anliegen etwas nachhelfen möchte, sollte über den Abschluss einer Rechtsschutzversicherung nachdenken.

Nichts für "Streithansel"

 

Hierbei geht es nicht darum, das Streithanseltum zu fördern und wegen jeder Kleinigkeit vor Gericht zu ziehen und zu klagen - dieses verhalten bestrafen die Rechtsschutzversicherer sowieso früher oder später mit der Kündigung des Vertrages.

 

 

 

Existenzielle Risiken absichern

 

Wie bei allen Versicherungen sollte auch bei einer Rechtsschutzversicherung die Absicherung eines existenziellen Risikos stehen. Und dabei geht es nicht darum, den Nachbarn zu verklagen, weil der Zaun zu weit auf dem eigenen Grundstück steht, sondern eher, weil beispielsweise die Unfallversicherung nicht zahlen möchte oder der Haftpflichtversicher bei einem KFZ-Unfall sich quer stellt oder der Arbeitgeber aus fadenscheinigen Gründen den Arbeitsvertrag kündigt und keine Abfindung zahlen möchte.

 

Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt gesetzliche Anwalts- und Gerichtsgebühren und Kosten für die Vorladung von Zeugen und Sachverständigen, sofern dieses vom Rechtschutzversicherten bezahlt werden muss. Wie hoch solche Kosten seien könne, können die meisten Deutschen wohl nur beziffern, wenn sie selbst einmal in einen Rechtsstreit verwickelt waren. Das Kostenrisiko eines Rechtsstreites ist abhängig vom Streitwert - einen schönen Prozesskostenrechner bietet die Seite von KS/Auxilia an, wo jeder mal selber rechnen kann, wie teuer ein Rechtsstreit im ungünstigsten Fall werden kann.

 

Rechtsschutz schon ab knapp 160 Euro im Jahr

 

Im Privatkundenbereich kann man schon für knapp 160 Euro ein Paket aus den Bausteinen Privat, Beruf und Verkehr mit einem Selsbtbehalt von ca. 250 Euro schnüren, das einem Schutz vor den Kosten eines Rechtsstreites bietet. Achten sollte man im übrigen darauf, dass die Versicherungssumme nicht zu niedrig gewählt wird und sogar am besten unbegrenzt ist, da ansonsten bei sehr teuren Rechtsstreitigkeiten nicht alle Kosten abgedeckt sind. Auch empfehlenswert ist der Baustein Strafrechtsschutz.

 

Am häufigsten geht es bei rechtlichen Streitigkeiten im privaten Bereich um die Themen Arbeit und Wohnen, den Straßenverkehr und Schadensersatzforderungen. 

 

Ausschlüsse in der Rechtsschutzversicherung

 

Wie bei jeder Versicherung gibt es auch bei einer Rechtsschutzversicherung Bereiche, die nicht vom Versicherungsschutz abgedeckt sind. So gibt es keine Kostenübernahme bei Scheidungen und spekulativen Kapitalanlagen und beim Hausbau. All dies sind Bereiche, wo es Erfahrungsgemäß regelmässig zu Rechtsstreitigkeiten mit hohen Kosten kommt. Würden diese Bereiche in den Versicherungsschutz inkludiert, würde dies die Beiträge für die Versicherung in große Höhen schrauben.

 

 

 

Alternative: Mediation

 

Einige Rechtsschutzversicherer schalten dem Gang vors Gericht ein sogenanntes Mediationsverfahren vor. Das bedeutet, dass mittels eines Schlichters versucht wird, den Konflikt außergerichtlich zu klären; in zwei von drei Fällen erfolgt tatsächlich eine Einigung. 

 

Fazit: Eine Rechtsschutzversicherung zu haben, ist heute fast schon ein Muss - zu schnell wird man heute in juristische Auseinandersetzungen hereingezogen, deren Folgekosten man auf den ersten Blick noch gar nicht abschätzen kann. Wählen Sie lieber eine Rechtsschutzversicherung mit einem höheren Selbstbehalt, als ganz auf solch einen Vertrag zu verzichten.

 

 

weitere Informationen

Im Videoblog: Wie Sie eine Rechtsschutzversicherung nicht nutzen sollten...


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