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Wer Wohnriester wirklich braucht

In den letzten Jahren hat die Anzahl der neu abgeschlossenen Riester-Bausparverträge stetig zugenommen und in der Beliebtheit die klassischen Versicherungsverträge hinter sich gelassen. Zwar sind von den knapp 16 Millionen Riester-Verträgen nur knapp 1,7 Millionen Wohnriester, bei den Neuabschlüssen sieht das aber anders aus. Welche Vor- und welche Nachteile ein Riester-bausparvertrag hat, zeigt dieser Blog-Beitrag.

 

Eins vorneweg: Als Sparvertrag ist der Wohnriester aktuell von allen Formen der Riester-Förderung die schlechteste Wahl. Die Verzinsung ist niedrig und nach 10 Jahren dürfte man unter Umständen weniger Guthaben im vertrag haben, als man eingezahlt hat. Warum ist Wohnriester dennoch aktuell so beliebt?

 

Vorteile von Wohn-Riester

 

Die Vorteile von Wohn-Riester liegen auf der Hand: Man bekommt Steuervorteile und staatliche Zulagen wie beim ganz normalen Riester-Vertrag, die dem Vertragskonto gutgeschrieben werden. Aufgrund der niedrigen Zinsen sollte man da aber nicht damit rechnen, dass viel mehr dabei herauskommt, als die eingezahlten Beiträge und Zulagen, für die ja eine Beitragsgarantie gilt. Der größte Vorteil besteht allerdings in der Sicherung eines günstigen Darlehens für die Zukunft - der Zins steht also heute schon fest, auch wenn das Darlehen erst in einigen Jahren abgerufen wird und die Zinsen wieder gestiegen sind.

 

Für wen eignet sich ein Wohnriester?

 

Riester-Bausparvertrag eignet  sich für Kunden, die zum einen Riester-förderberechtigt sind, zum anderen aber auch genau wissen, dass sie in Zukunft ein Eigenheim bauen oder erwerben wollen oder den altersgerechten Umbau ihrer Immobilie planen. Nutzen Sie das Darlehen nicht, bleibt allenfalls eins schlecht verzinster Sparvertrag übrig, dessen Guthaben Sie dann in einen anderen Riester-Vertrag übertragen können oder sich das nach Rentenbeginn das Guthaben verrenten lassen.

 

Was gilt es zu beachten?

 

Es ist schwierig, in die Zukunft zu schauen - keiner weiß, wie sich die Zinsen in den nächsten Jahren entwickeln werden. Richtig Sinn ergibt ein Riester-Bausparvertrag nur, wenn die Zinsen deutlich steigen werden; im Prinzip sichern Sie sich mit einem Bausparvertrag gegen einen größeren Zinseinstieg ab. 

Darüber hinaus gilt es, die speziellen Regelungen für Wohn-Riester zu beachten: Die Förderung (Zulagen und Steuervorteil) gilt nur für Immobilien, die im Rentenalter auch selber bewohnt werden. Wird die Immobilie verkauft oder vermietet, muss die Förderung zurückgezahlt werden - hier droht bei Nichtbeachtung ein hohes finanzielles Risiko.

 

Fazit: Wohnriester ist - meiner Meinung nach - noch komplexer und schwieriger zu durchschauen, als ein "normaler" Riester-Vertrag. Wer wirklich genau weiß, das er bauen oder ein Haus kaufen wird, für den kann ein Wohn-Riester-Vertrag eine überlebenswerte Alternative sein. Wer das allerdings noch nicht genau weiß, der sollte sich lieber für ein anderes Riester-produkt entscheiden.

 

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