Die verdrängte Gefahr: Pflegebedürftigkeit

Das Thema Pflege und die Möglichkeit, selber einmal vielleicht pflegebedürftig zu werden, wird von vielen Kunden immer noch gerne verdrängt. Im Beratungsgespräch ist dies eines der letzten Themen, die angesprochen werden und auch vom Kunden gerne beiseite gewischt werden, was sicher auch daran liegt, dass einem die Gefahr, selbst einmal Pflegeleistungen in Anspruch nehmen zu müssen, gar nicht bewusst ist und viele auch keine Vorstellungen davon haben, was Pflege kostet. Zum 1. Januar 2017 startete das zweite Pflegestärkungsgesetz - die Gelegenheit, um sich das Thema Pflege mal etwas genau anzuschauen.

 

Bis letztes Jahr wurden Pflegebedürftige durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen begutachtet und in Pflegestufen eingeordnet. Durch das zweite Pflegestärkungsgesetz sind diese Pflegestufen nun abgeschafft und wurden durch sogenannte Pflegegrade ersetzt. Der medizinisch Dienst begutachtet die Patienten und teilt diese anhand der Bereiche Selbstversorgung, Umgang mit krankheitsbedingten Lasten, Gestaltung des Alltags, Mobilität, kognitive Fähigkeiten und Verhaltensweisen in einen von fünf Pflegraden ein - so ist eine genauere Einteilung der Patienten möglich und neben körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen auch seelische Erkrankungen berücksichtigt.

 

Aus dieser Reform und ergibt sich eine erhöhte Leistung von 20% - vor allen Dingen ein Vorteil für Demenzkranke, die nun leichter Leistungen aus der gesetzlichen Pflegekasse erhalten. Diese Vorgehensweise ist somit deutlicher realitätsnäher, als vorher.

 

Deutlich zu sehen: Die Zahl der Pflegebedürftigen wächst kontinuierlich

 

Verbesserungen schon seit 2015

 

Bereits zum 1.1.2015 gab es zahlreiche Änderungen bei der gesetzlichen Pflegeversicherung: Das Pflegegeld für zu Hause betreute Pflegebedürftige wurde erhöht, es steht monatlich mehr Geld für Pflegehilfsmittel zur Verfügung.Dazu gibt es mehr Zuschüsse für Umbauten im Haus wie beispielsweise Türverbreiterungen. Auch stiegen die Ansprüche auf Pflegesachleistungen für die häusliche Pflege. Zusätzlich werden für viele Hilfsmittel wie Gehhilfen o.ä. keine Anträge mehr benötigt, wobei eine Empfehlung des medizinischen Dienstes erfolgt sein muss.

 

Die komplette Übersicht über die Mehrleistungen der Pflegeversicherung finden Sie auf der Hompepage www.pflegestaerkungsgesetz.de


Sicherung der Pflege nur bis 2022

 

Bei diesen vielen Verbesserungen und Mehrleistungen könnte man ja denken, dass eine private Vorsorge nicht mehr vonnöten ist. Dem ist allerdings nicht so: Die private Pflege ist in dieser Form nur bis zum Jahr 2022 gesichert. Danach "drohen" die geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand zu gehen, was über kurz oder lang noch mehr Pflegebedürftige zu Folge haben wird. Im übrigen sollte einem bewusst sein, dass man auch durch einen Unfall pflegebedürftig werden kann und schneller als man glaubt Leistungen der Pflegeversicherung in Anspruch nehmen muss.

 

 

Ein kurzer Überblick: Wie funktioniert die Pflegeversicherung und wie kann man sich vor dem Kostenrisiko Pflege schützen?


Fazit: Pflege ist für viele Kunden ein unangenehmes Thema - trotzdem macht es Sinn und ist auch notwendig, sich vorab mit der Thematik und den Gesetzesänderungen zu beschäftigen.

 

weitere Informationen:

 

- Blog: Kinder haften für Ihre Eltern 

- VersicherungsABC: Pflegeversicherung

- Homepage des Gesundheitsministeriums über das Pflegestärkungsgesetz

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