Der ewige Streit zwischen Mieter und Vermieter: Was ist eine "gewöhnliche Abnutzung"?

Häufiger Streitpunkt beim Auszug des Mieters und der damit verbundenen Wohnungsübergabe ist der Streit, wer für Instandsetzungsmaßnahmen aufkommen muss: Handelt es sich um eine "gewöhnliche Abnutzung" oder um einen Schaden über das gewöhnliche Maß hinaus?

 

So soll es sein: leere Wohnung ohne Schäden - bereit für den nächsten Mieter
So soll es sein: leere Wohnung ohne Schäden - bereit für den nächsten Mieter

Eigentlich ist es ganz klar: gewöhnliche Abnutzungsspuren in Wohnungen trägt der Vermieter. Dazu zählen beispielsweise kleinere Flecken im Teppichboden, kleinere Kratzer im laminaten oder den Türen. Berücksichtigt werden muss dabei auch beispielsweise die Lebensdauer des Bodenbelags: nach ca. 10-15 Jahren (Teppich, Laminat) muss der Vermieter diesen sowieso ersetzen - der Mieter ist hier raus, egal ob er hier Schäden verursacht hat.

Auch in die Kategorie "gewöhnliche Abnutzung" fallen verkalkte Duschköpfe, verfärbte Fugen in Badezimmer und Küche. Auch muss die Wohnung bei Auszug nicht vom "Profi" gestrichen werden, hier langt auch Eigenarbeit, solange das Ergebnis fachgerecht ist.

 

Was ist jetzt eine "Außergewöhnliche Abnutzung"?

 

Hierunter fallen Beschädigungen, die über das übliche Maß hinausgehen - beispielsweise großflächige Kratzer oder Abplatzungen in der Badewanne. Ebenso sind übermässig viele Dübel- oder Bohrlöcher  in der Wand vom Vermieter nicht hinzunehmen; für deren Beseitigung muss der Mieter sorgen. Auch eine Beschädigung des Bodenbelages durch spitze Absätze muss vom Vermieter nicht akzeptieren.

 

Fazit: Schäden, die durch gewöhnliche Abnutzung entstehen, müssen vom Vermieter getragen werden. Verursacht der Mieter Beschädigungen, die darüber hinaus gehen, muss der Mieter diese beseitigen. Denken Sie auf jeden Fall, bei Ein- und Auszug ein Übergabeprotokoll anzufertigen, das den Zustand der Wohnung dokumentiert.

 

weitere Informationen:

 

- VersicherungsABC: Privthaftpflichtversicherung

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