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Blindenhund wird krank - Reiserücktrittskostenversicherung verweigert Leistung

Ein blinder Mann buchte eine Reise im Wert von 990 Euro bei einem Reiseveranstalter und schloss gleichzeitig eine Reiserücktrittskostenversicherung ab. Kurz vor dem Antritt der Reise, erkrankte der Blindenhund des Mannes , der daraufhin die Reise nicht antreten konnte, da er auf die Hilfe seines Hundes angewiesen war. Der Versicherer verweigerte daraufhin die Zahlung. Das wollte der Mann nicht akzeptieren und klagte gegen den Versicherer.

Der Blinde argumentierte, dass die Erkrankung des Hundes gleich gestellt sei mit der Erkrankung einer menschlichen Mitreiseperson und der Versicherer deswegen leistungspflichtig sei.

 

Dieser Meinung schloss sich das Amtsgericht München nicht an. Man begründete dort, dass die Erkrankung des Blindenhundes in den Bedingungen des Versicherungsvertrages nicht als möglicher Grund für eine Stornierung aufgeführt sei und es unerheblich sei, ob es für den Mann unzumutbar sein, ohne seinen Hund zu verreisen. Der Kläger musste die Kosten des Rechtsstreits tragen. 


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