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Das Experiment am eigenen Körper: Schadensabwicklung KFZ...

Manchmal erwischt es einen auch selber - die beste Gelegenheit, die Schadensabwicklung eines bekannten deutschen Versicherers selbst zu testen. Ergebnis: Schneller könnte man werden...

Kennen Sie das auch? Sie fahren mit Ihrem Auto und denken sich: "Der wird doch nicht..." - Doch, er wird - und schon hat der Lack Ihrer Karosse Schrammen. Und genau das passierte mit im letzten Herbst auf einem Parkplatz eines österreichischen Ferienortes. Eine nette Berliner Damen hatte  beim Ausparken mit dem Auto Ihrer 80jährigen Mutter (die auf dem Beifahrersitz saß) meine Heckschürze touchiert. Das Ergebnis waren einige kleinere Schrammen - nichts Schlimmes, aber zu sehen und eindeutig ein Fall für die KFZ-Haftpflicht. Die Dame war bei einem großen Versicherer aus Hannover versichert. Leider stellte sich die mir genannte Versicherungsnummer als Schadens-Hotline des Versicherungsunternehmens heraus. Aber nicht schlimm, sonst hatte ich ja alle Daten.

 

viele kleine Schrammen: machen 900 Euro Schaden
viele kleine Schrammen: machen 900 Euro Schaden

Schadensmeldung online

 

Also gleich nach der Rückkehr nach Hause den Schaden online gemeldet; alles kein Problem über die Internetseite. Nach Erledigung hieß es: Warten! 

Eine Woche später (3.11.2017) fand ich ein Schreiben im Briefkasten, indem ich gebeten wurde, aussagekräftige Farbfotos - gerne auch per E-Mail - dem Versicherer zukommen zu lassen. Auch das war kein Problem, mittels Smartphone heutzutage sind solche Fotos schnell und einfach gemacht. Mehr als zwei Wochen später (21.11.2017) kam ein erneutes Schreiben, indem eine Skizze, ein genaue Schilderung des  Schadenshergangs ( warum schildere ich das bei der Erstmeldung so ausführlich) und einen Kostenvoranschlag der Werkstatt gefordert wurde. 

 

Achtung Missverständnis

 

Während ich auf den Kostenvoranschlag der Werkstatt wartete, erhielt ich am 1.12.2017 ein Schreiben der Versicherung, dass der Schaden zu 50% übernommen wird. Problem an dieser Stelle: Eine Schadensteilung erfolgt üblicherweise dann, wenn es auf einem Parkplatz zu einem Unfall kommt, wenn beide Autos rückwärts gefahren sind. Der Hergang war auch aber ein ganz anderer. Das Problem an dieser Stelle: Die Werkstatt hatte den Kostenvoranschlag direkt an die Versicherung geschickt, die ihre Entscheidung ohne Skizzen und Schilderung des Unfallhergangs traf. Deswegen klären Sie bitte mit Ihrer Werkstatt, WER den Kostenvoranschlag einreicht.

 

Die benötigten Unterlagen wurden gleich hinterhergeschickt; die Versicherung übernahm auch die kompletten Reparaturkosten. Mittlerweile war es übrigens kurz vor Weihnachten. Anfang Januar wurde die Stoßstange für rund 900 Euro neu lackiert. Abrechnen wollte die Werkstatt direkt mit der Versicherung - natürlich wollte diese das Geld mir überwiesen; also nocheinmal ein kleiner Schriftwechsel hin und her. Mitte Januar war der kleine Schaden von Ende Oktober dann reguliert - fast drei Monate hat das gedauert. Und wenn sich der geneigte Leser fragt, warum ich da nicht anrufe? Nun, an Telefon hat man in der Regel keine Beweise für Aussagen. Was man schwarz auf weiß in Papierform oder als E-Mail hat, taugt da als Beleg viel mehr.

 

Fazit:

 

Insgesamt hätte das bei diesem Bagatellschaden etwas schneller gehen können - gerade weil man heute online schnell seien kann.  Warum ich 2x den Schaden schildern muss - liest die Erstmeldung überhaupt jemand? Wäre das ein größerer Schaden gewesen, wäre es durch den Nutzungsausfall für den Versicherer noch teurer geworden. 

 

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