Gesetzliche Krankenversicherung: Macht ein Wechsel Sinn?

Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) steht eigentlich dauernd in der Kritik: zu teuer, schlechte Leistungen, lange Wartezeiten bei den Ärzten. Anscheinend ist das Image aber schlechter, als die aktuelle Situation zeigt: 2,5 Milliarden Überschüsse, 19 Millionen Euro Rücklagen und eine hohe Anzahl an Mitgliedern: Am Stichtag 1.12.2017 hatte die GKV 72,6 Millionen Mitgliedern, von denen 56,5 Millionen auch selber Beiträge zahlen. Der große Teil der übrigen 16 Millionen sind beitragsfrei mitversicherte Kinder oder Ehepartner. So schlecht scheint die GKV anscheinend nicht zu sein. Dennoch fragen sich viele Versicherte: Muss man eigentlich die Krankenkasse wechseln? Sind die Leistungen nicht überall gleich und sind nicht alle Kassen ähnlich teuer? Verschaffen wir uns mal einen Überblick...

 

Schaut man sich die Situation etwas genauer an und wirft einen Blick auf den Zusatzbeitrag, stellt man fest, dass hier viel Bewegung drin ist. Der Zusatzbeitrag wird kassenindividuell erhoben und wird nach aktuellem Stand allein vom Arbeitnehmer getragen. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag liegt bei einem Prozent und wird zu dem bundeseinheitlichen Beitragssatz 14,6 Prozent addiert. Der allgemeine Beitragssatz wird hälftig von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen. Die aktuell günstigste Krankenkasse in Deutschland hat einen Beitragssatz von 14,6% (also keinen Zusatzbeitrag), die teuerste verlangt 16,3% von ihren Mitgliedern. Hier zeigt sich: Schaut man allein auf die Zahlen, kann man hier in der Tat schon etwas sparen. Der Wechsel zu einer günstigeren Krankenkasse macht sich also sofort im Nettoeinkommen bemerkbar.

 

Auch auf die Leistungen schauen

Allerdings kann es sich lohnen, nicht nur aufs Geld, sondern auch auf die Leistungen der entsprechenden Krankenkasse zu schaun; denn die Leistungen sind in der Tat nicht überall identisch, Viele Kassen beiden Extra-Leistungen an; beispielsweise die Bezuschussung einer professionellen Zahnreinigung oder den Besuch beim Osteopathen. Allein aus diesen Gründen kann es sich lohnen, die Leistungsangebote der Krankenkassen zu vergleichen und nicht nur auf die Höhe des Beitrages zu schaun.

 

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