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Gesundheitsfragen richtig beantworten!

Wer eine private Kranken- oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschliessen möchte, steht spätestens vor einem Problem, wenn es um die Beantwortung der Gesundheitsfragen geht. Oftmals schwammig und unvollständig besteht  die Gefahr, die Fragen falsch zu beantworten und damit den Versicherungsschutz zu gefährden. Worauf man achten muss und Tipps für die Beantwortung der Gesundheitsfragen gibt es in diesem Blogbeitrag.

 

Wollen Sie eine private Kranken- oder Berufsunfähigkeitsver-

sicherung beantragen, werden Sie mit zahlreichen Fragen bezüglich Ihres Gesundheitszustandes konfrontiert. Dabei sind fast alle Fragen erlaubt, die dann wahrheitsgemäß beantwortet werden müssen. Anhand der Antworten schätzt das Versicherungsunternehmen ein, ob und zu welchen Konditionen der Vertrag angenommen werden kann. 

 

Fragen ausweichend beantworten oder bestimmte Dinge verschweigen ist keine gute Idee, im Leistungsfall kann daraus der Vorwurf entstehen, gelogen zu haben und die Auszahlung der Versicherungsleistung wird verweigert.

 

Schwammige Fragen

 

Oftmals sind die Fragen allerdings so allgemein und schwammig gehalten, dass man diese sogar unbewusst falsch oder unzureichend beantworten kann.Was muss angegeben werden, was nicht? Muss die Erkältung aufgeführt werden oder nicht und was ist mit den ab und zu auftretenden Rückenschmerzen?

 

Besuch beim Arzt unausweichlich

 

Oft lassen sich die Fragen in der Tat nich alleine beantworten. Aus diesem Grund ist zu empfehlen, den Hausarzt bzw. die entsprechenden Fachärzte hinzuzuziehen. Denn oftmals decken sich die eigene Erinnerungen nicht mit den Einträgen in der Patientenakte. Und was darin steht, wird im Leistungsfall herangezogen. Auch ist es möglich, dass der eigene Arzt eine falsche Diagnose eingetragen hat, um bestimmte Medikamente abrechnen zu können. 

 

Besorgen Sie sich am besten eine Kopie Ihrer Patientenakte - machen Sie allerdings nicht den Fehler, diese mitzuschicken. So bekommt der Versicherer auch Informationen, nach denen er gar nicht gefragt hat - beispielsweise wird nur nach Erkrankungen der letzten 5 Jahre gefragt, die Patientenakte geht darüber aber hinaus.

 

 

Was passiert wenn Falschangaben auffliegen?

 

Wer glaubt, dass eine kleine Mogelei nicht auffliegt und konsequenzenlos bleibt, irrt: Spätestens wenn die Versicherung die Patientenakte anfordert und Unstimmigkeiten zu den Antworten der Gesunheitsfragen im Antrag findet, wird es unangenehm: Der Vertrag kann vom Versicherer  bis zu 10 Jahre nach Abschluss wegen arglistiger Täuschung angefochten werden.


Das ist selbst möglich, wenn die Krankheit nicht ursächlich für den Leistungsfall war. Die Folgen sind beachtlich: Der Vertrag ist weg, ebenso wie die gezahlten Beiträge. Wurden bereits Versicherungsleistungen ausgezahlt, müssen diese zurückgezahlt werden.

 

Versehen schützt nicht

 

Auch wer  "aus Versehen" Falschangaben macht, beispielsweise weil er die Frage nicht richtig verstanden hat, muss mit einer Kündigung des Vertrages rechnen. Möglich ist auch eine Erhebung (auch rückwirkend) von Risikozuschlägen oder eine reduzierte Versicherungsleistung. Welche dieser Möglichkeiten eintritt, hängt von der Schwere der Fahrlässigkeit ab.

 

Fazit: Nehmen Sie die Gesundheitsfragen nicht auf die leichte Schulter. Eine unüberlegte Beantwortung kann einem später große Probleme bereiten.Lieber vor Abschluss etwas mehr Aufwand und später keine Probleme mehr.

 

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