· 

Die Sozialversicherungswerte für 2019 sind da!

Wie jedes Jahr ändern sich die Grenzwerte in der Sozialversicherung. Wie (fast) immer, geht es nach oben: Die Beitragsbemessungsgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung, in der gesetzlichen Krankenversicherung und die Jahresarbeitsentgeltgrenze werden deutlich angehoben. Was das für den Einzelnen bedeutet, erfahrt Ihr in diesem Blogbeitrag.

Um es vorweg zu sagen: Alle Grenzwerte steigen, zum Teil sehr deutlich. Am größten ist die Änderung der Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Rentenversicherung. Der Wert im Westen wird auf 80.400 € angehoben - das sind 2.400 € mehr als 2018. Der Wert für den Osten beträgt 73.800 € - hier sind es sogar 4.200 € mehr pro Jahr. 

 

Beitragsbemessungsgrenze (GRV) - Was ist das?

 

Beitragsbemessungsgrenze (BBG) ist der Betrag, bis zu dem Beiträge in der gesetzlichen Rentenversicherung zu zahlen sind. Bedeutet: Übersteigt das jährliche Einkommen die BBG, wird der Beitrag nur bis zur BBG erhoben; der prozentuale GRV-Beitrag sinkt also für denjenigen.

 

Ähnlich verhält es sich mit der BBG in der gesetzlichen Krankenversicherung, nur ist hier der Grenzwert deutlich geringer: 54.450 € beträgt der Wert 2019 - auch gut 1.350 € mehr, als 2018. Das bedeutet, das für gutverdienende Arbeitnehmer die GKV teurer wird, weil die Beiträge erst ab einem Jahresverdienst von 54.450 € gedeckelt sind.

 

 

Wechsel in die PKV wird schwieriger

Auch die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) wird angehoben. In 2019 muss man 60.750 € verdienen, um in die PKV wechseln zu können - eine Erhöhung um 1.350 €. Kniffelig wird es, wenn Ihr zwischen 59.400 € und 60.750 € pro Jahr verdient: Dann hat Euch nämlich die JAEG eingeholt und Ihr werdet wieder versicherungspflichtig und müsstet wieder zurück in die GKV wechseln. Man kann sich zwar von der Versicherungspflicht befreien lassen, diese Befreiung kann dann aber nicht mehr rückgängig gemacht werden und gilt für immer.

 

Die Rechengrößen für die Sozialversicherung werden jährlich neu von der Bundesregierung festgelegt.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0