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Welche Versicherungen benötigen E-Scooter?

Nach jahrelangem Hin und Her werden sie endlich in Deutschland legalisiert: Die Rede ist von E-Scootern. Das sind Tretroller mit Elektromotor. Bisher war der betrieb des Roller im öffentlichen Verkehrsraum verboten, demnächst dürfen sie - mit entsprechender Versicherung ausgestattet - auch auf deutschen Straßen unterwegs sein. Was man hierbei beachten muss, erfahrt Ihr in diesem Blogbeitrag.

 


Welche Versicherung wird für einen E-Scooter benötigt?

 

Ein E-Scooter benötigt eine Haftpflichtversicherung, da Versicherungspflicht besteht. Pflicht sind selbstklebende Kennzeichen (ähnlich dem Moped-Schild), die ihr über Euren Versicherer erhaltet. Das Kennzeichen wird an der Rückseite des Rollers angebracht, ohne Kennzeichen darf den Roller nicht im öffentlichen Verkehrsraum genutzt werden.

Welche Versicherungen benötigen E-Scooter?
Bald erlaubt: E-Scooter auf deutschen Straßen

Warum langt eine private Haftpflichtversicherung nicht aus?

 

Im Gegensatz zu einem Pedelec oder einem E-Bike, muss man bei einem E-Scooter nicht selbst aktiv werden; der Scooter fährt alleine mit seinem Elektromotor - und  gilt deswegen als Kraftfahrzeug, für das der Gesetzgeber eine eigene Versicherung verlangt.

 


Gilt wie beim KFZ auch hier eine Promillegrenze?

 

Ja, auch bei der Nutzung eines E-Scooters sollte man darauf achten, nicht zuviel Alkohol zu konsumieren. Es gelten die gleichen Promillegrenzen, die auch beim Führen eins Kfzs zu beachten sind: Bei Fahrern bis 21 ist bei 0,5 Promille Schluss. Bei jüngeren Fahrern bis 20 Jahre gilt die 0-Promille-Grenze.

 

Ich hatte einen Unfall mit einem E-Scooter. 

Wie bekomme ich heraus, wo der Scooter versichert ist ?

 

Aktueller Stand zum Thema E-Scooter

 

Mittlerweile hat nach dem Bundesrat auch das Bundeskabinett den Vorgaben zur Zulassung der Elektro-Tretrollern zugestimmt. Mittlerweile wurde die Elektrokleinstfahrzeugverordnung (ja, das heißt wirklich so...) im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und ist seit Mitte Juni 2019 in Kraft.

 

Schlechte Nachrichten für Besitzer von "Alte-Elektro-Tretrollern"

 

Habt Ihr bereits ein solches Gefährt zugelegt, könnt Ihr weder jetzt - noch in Zukunft damit auf öffentlichen Straßen fahren: Alle E-Scooter, die vor Inkrafttreten der Verordnung verkauft wurden, entsprechen NICHT den gesetzlichen Vorgaben. Das bedeutet, solltet Ihr mit solche Roller auf der Straße von der Polizei erwischt werden, drohen Bussgeld und Punkte in der Verkehrssünderkartei. Mittlerweile sind die entsprechenden Haftpflichtversicherungen auch auf dem Markt - z.B. auch bei mir. 

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Darf ich jetzt auch mein Hoverboard auf der Strasse nutzen?

 

Für den Straßenverkehr nicht zugelassen: Hoverboards
Für den Straßenverkehr nicht zugelassen: Hoverboards

Leider nein, für Hoverboards gilt weiterhin, dass diese nur auf nichtöffentlichem Gelände benutzt werden dürfen. Grund ist, dass Hoverboards und auch fast alle der bisher verkauften Elektroroller nicht der Verordnung für Elektrokleinstfahrzeuge entsprechen und damit keine allgemeine Betriebserlaubnis besitzen. Nutzer des Hoverboards sollten sich also bewusst sein, dass diese Geräte keine Zulassung für den öffentlichen Straßenverkehr besitzen und ausschließlich auf Privatgelände genutzt werden darf. Dadurch, dass es keine Straßenzulassung für Hoverboards gibt, ist es auch nicht möglich, eine Haftpflichtver-

sicherung abzuschliessen.Da eine Privathaftpflichtversicherung nicht greift, müssen Sie als Fahrer des Hoverboards für von Ihnen verursachten Schäden voll selber haften. Zusätzlich bewertet die Polizei eine Nutzung des Hoverboards im öffentlichen Verkehrsraum als Ordnungswidrigkeit, was eine Geldbuße und einen Punkt in Flensburg zur Folge hat.  Im ungünstigsten Fall wird die Nutzung des Boards auch als Fahren ohne Fahrerlaubnis und ohne Versicherungsschutz gewertet, was sogar eine Straftat darstellt.

 

Billige Hoverboards sind ein Sicherheitsrisiko

 

Neben den oben angeführten haftungs- und strafrechtlichen Konsequenzen droht auch noch vom Hoverboard selber Gefahr: Unter den zahlreichen Anbietern solcher Gefährte tummeln sich auch solche, die billige Akkus verbauen, die brennen oder gar explodieren können. Auch wurde schon von plötzlich abbremsenden Boards berichtet, die sich wegen Überhitzung von alleine abschalten - ohne Vorwarnung für den Fahrer. 

Wenn Sie sich also für ein Hoverboard interessieren, kaufen Sie sich so ein gerät im Fachhandel, der Ihnen garantiert und womöglich auch zeigt, das Akkus bekannter Hersteller im Hoverboard verbaut wurden.

 

 

Für Segways gelten andere Regeln

 

Segways funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip wie Hoverboards; gesteuert wird ein Segway über die Gewichtsverlagerung des Körpers. Allerdings wird ein Segway in Deutschland als "elektronische Mobilitätshilfe" klassifiziert, was bedeutet, das Sie für den Straßenverkehr zugelassen werden können. Allerdings wird als Minimum ein Mofaführerschein und der Nachweis eine Haftpflichtversicherung benötigt. Zusätzlich muss ein Segway, wenn er auf Deutschlands Straßen fahren will, auch noch mit einer Front- und Rücklicht, Reflektoren und einer Fahrradklingel ausgestattet sein. Eine Helmpflicht besteht nicht, das Tragen eines Kopfschutzes ist aber unbedingt zu empfehlen.Wichtig: vor der ersten fahrt, muss das Segway dem TÜV einmalig vorgeführt werden, um eine Betriebserlaubnis zu erhalten.

 

Dieser Artikel wurde am 17.6.2019 aktualisiert.

 

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