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Wozu braucht man das Krankentagegeld?

Wer lange krank ist, muss mit Einbußen bei seinem Einkommen rechnen. Zwar gibt es die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, in der Regel läuft diese aber nur sechs Wochen. Was passiert dann? Dazu mehr in diesem Blogbeitrag.

Ist man länger als sechs Wochen krank, zahlt die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) das Krankengeld. Diese beträgt vereinfacht gesagt: 70% vom Bruttolohn, bzw. 90% vom Nettolohn - der geringere der beiden Werte ist dann das Krankengeld, dass ausgezahlt wird.

Krankengeld wird längstens 72 Wochen wegen derselben Krankheit gezahlt - das gilt für einen Zeitraum von drei Jahren. Diese Frist verlängert sich auch nicht, wenn innerhalb der ersten Arbeitsunfähigkeit eine zweite Erkrankung auftritt.

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Wichtig: Krankmeldung bei Krankenkasse einreichen

 

Um den Krankengeldanspruch nicht zu gefährden, müssen Arbeitnehmer innerhalb einer Woche die AU (Arbeitsunfähigkeit)-Bescheinigung bei der Krankenkasse vorlegen, damit das Krankengeld gezahlt werden kann. Die weiteren AU-Bescheinigungen müssen aneinander anschliessen; es darf also kein Wochenende oder Feiertag dazwischen liegen, da sonst der Krankengeldanspruch verfällt.

Wer also bis zu einem Freitag krankgeschrieben ist, sollte auch dringend am Freitag sich eine neue AU-Bescheinigung besorgen.

 

So berechnet sich das Krankengeld 

 

Wie weiter oben schon erwähnt, berechnet sich das Krankengeld auf folgende Weise: 70% vom Bruttolohn, 90% vom Nettolohn. Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld werden berücksichtigt. Allerdings gehen vom Krankengeld noch die Sozialabgaben ab: Pflegeversicherung, Arbeitslosenversicherung und Rentenversicherung. Ein Krankenversicherungsbeitrag wird nicht fällig - ebenso muss das Krankengeld nicht versteuert werden, unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt.

 

Und wie funktioniert das mit dem Krankengeld bei Privatversicherten?

 

Krankengeld bekommen nur gesetzlich Versicherte. Ist man in der Privaten Krankenversicherung, muss man einen extra Tarif - das sogenannte Krankentagegeld - abschliessen, um die Versorgungslücke zu füllen. Krankentagegeld können übrigens auch Gesetzlich Versicherte abschliessen, um ihre Einbussen im Krankheitsfall gering zu halten. 

Die Höhe des Krankentageldes ist individuell festlegbar - auch die Karenzzeit - also der Zeitpunkt, ab dem das Krankengeld gezahlt wird, ist frei wählbar. Einzige Bedingung: Man darf am Ende nicht mehr Geld bekommen, als man hätte, wenn man gesund wäre und normal arbeiten gehen würde (Bereicherungsverbot).

 

Was passiert nach den 72 Wochen?

 

Nach 72 Wochen wird die Zahlung automatisch eingestellt. Entweder ist man dann wieder arbeitsfähig, oder man muss einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente, oder wenn man eine Berufsunfähigkeitsversicherung hat, einen Antrag auf Zahlung der BU-Rente stellen.

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