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Unfallversicherung zahlt nicht bei zu lauter Lautsprecherdurchsage

Was es nicht alles gibt: Eine zu laute Lautsprecherdurchsage in einem Möbelhaus soll bei einem Angestellten des Möbelhauses einen Tinnitus hervorgerufen haben und forderte von der gesetzlichen  Unfallversicherung die Versicherungsleistung. Diesem Fall musste sich das Landessozialgericht Dortmund annehmen.

Da die Berufsgenossenschaft die Anerkennung als Arbeitsunfall verweigerte, landete der Fall vor dem Sozialgericht. Dort war der Fall relativ schnell entschieden: Man gab der Berufsgenossenschaft Recht - Zwar hatte der Angestellte des Möbelhauses tatsächlich einen Tinnitus. Dieser sei aber auf einen stressbedingten Hörsturz zurückzuführen. Das Gericht schloss demnach aus, dass die Lautsprecherdurchsagen für den Hörsturz und den Tinnitus verantwortlich sind. Das Gericht sah es als "nicht lebensnah" an ,dass eine Lautsprecheranlage selbst bei sehr lautem Einsprechen einen nachhaltigen Hörschaden verursachen kann.

 

S 17 U 1169/16

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