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Wie teuer ist eigentlich so ein Gerichtsverfahren?

Es hört sich einfach an: Wenn einem Unrecht geschieht, schaltet man einen Anwalt ein und geht vor Gericht. Was viele nicht wissen: Rechtsstreite sind teuer und langwierig. Wie teuer so ein Gerichtsverfahren werden kann, schauen wir uns mal etwas genauer an.

 

Warum sind Anwalts- und Gerichtskosten so hoch?

 

Gerichtskosten orientieren sich am Streitwert des Verfahrens - das gleiche gilt auch für die Anwaltskosten. Die Kosten sind in den vergangenen Jahren stark angestiegen - zum einen durch die Anpassung der Rechtsanwaltsvergütung, zum anderen weil sich die Streitwerte stark erhöht haben. So steigen beispielsweise die Streitwerte im Arbeitsrecht, da sich die Löhne erhöhen. 

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Wie teuer kann es werden?

 

Das ist eine schwierige Frage, denn keiner kann genau sagen, wie lange ein Gerichtsverfahren dauert. Manche Verfahren können sich über Jahre hinziehen, ob man am Ende gewinnt, ist ungewiss. Da sich die Kosten für Anwälte und Gericht seit 2012 um über 22% erhöht haben (Quelle: GDV), droht hier ein Kostenrisiko. Wie teuer es werden kann, zeigt dieses Beispiel:

 

Klagt man wegen einem Mangel einer Urlaubsreise mit dem fiktiven Streitwert von 2.400 Euro, muss man im Falle einer Niederlage vor Gericht mit Kosten von 1.747 Euro rechnen.

Die Höhe der Gebühren sind im Gerichtskostengesetz (GKG) geregelt, die Honorare von Rechtsanwälten im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Dies bedeutet, das im Gegensatz zu anderen Staaten die Kosten für Gerichtsverfahren recht gut kalkulierbar sind - trotzdem können bei einem langen Verfahren Kosten in nicht unbeträchtlicher Höhe auflaufen, die einen von den Gang vor Gericht abhalten können.

 

Unterstützung  vom Staat: Prozesskostenhilfe

 

Um einkommensschwachen Bürgern zu ermöglichen, zu ihrem Recht zu kommen, gewährt der Staat auf Antrag Prozesskostenhilfe. Diese muss man bei Gericht beantragen und ist von den persönlichen finanziellen Verhältnissen abhängig. Aber: Verliert man vor Gericht, muss man dem Prozessgegner seine Kosten erstatten - diese Kosten übernimmt die Prozesskostenhilfe nicht.

 

 

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Rechtsschutzversicherung zahlt auch bei Niederlage

 

Eine Rechtsschutzversicherung zahlt nicht nur beim Erfolg der Klage, sondern auch wenn man den Prozess verliert. Das sind dann nicht nur die Gerichtskosten und die eigenen Anwaltskosten, sondern auch die Kosten der Gegenseite. Gleiches gilt auch für die Gutachterkosten, die nicht unerheblich sein können.

Darüber hinaus bieten viele Rechtsschutzversicherungen weitere Leistungen wie eine anwaltliche Telefonberatung, Rechtsanwaltsempfehlung oder Mediation an.


Was ist eine "Mediation"?

 

Unter Mediation versteht man, wenn beide Streitparteien durch einen speziell ausgebildeten und neutralen Vermittler (Mediator) zu einer für alle Beteiligten zufriedenstellenden Lösung geführt werden. 

Eine (erfolgreiche) Mediation spart Zeit und vor allen Dingen Geld.

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