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Die Arbeitsausfallversicherung - alles, was Ihr dazu wissen müsst

Seit Ende letzten Jahres gibt es ein neues Produkt auf dem deutschen Markt, um sich gegen den Verlust der Arbeitskraft abzusichern: Die Arbeitsausfall-Versicherung des rein digitalen Anbieters Getsurance. Ich habe mir das Produkt einmal angeschaut und gebe Euch hier meine Einschätzung weiter.

Wer ist eigentlich Getsurance ?

 

Getsurance ist ein digitaler Anbieter von Berufsunfähigkeitsversicherungen, eine Krebs-versicherung und die Arbeitsausfallversicherung. Rein digital bedeutet, dass dieser Anbieter keine Geschäftsstellen oder Berater vor Ort hat - die Beantragung und die gesamte Abwicklung des Vertrages läuft online über den Computer, das Tablet oder das Smartphone. Als Rückversicherer fungiert die Reinsurance Group of America (RGA). Getsurance ist laut Erstinformation ein Versicherungsvertreter, der Produkte der Squarelife Lebensversicherung aus Liechtenstein anbietet.

 

Das Produkt: Die Arbeitsausfall-Versicherung

 

Die Arbeitsausfall-Versicherung zahlt, wenn der Versicherte 3 Monate oder länger krankgeschrieben ist, die vorher fest vereinbarte Rente - allerdings maximal 24 Monate. In dieser Zeit ist die Versicherung beitragsfrei. Um die Rente zu erhalten benötigt man neben der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (gelber Schein) einen Übersicht der in den letzten 18 Monaten erbrachten Leistungen der Krankenkasse (Patientenquittung) und einen aktuellen Gehaltsnachweis. Die versicherbare Höchstrente beträgt 2000 € . 

 

Meine Meinung: 

 

Ein interessantes Produkt - vor allen Dingen für Kunden, diesig keine BU leisten können oder wollen. Der Antragsprozess und das Bedingungswerk sind kurz und knapp - das Produkt relativ schnell und einfach erklärt. So geht Versicherung in der Zukunft. Allerdings gibt es ein paar Dinge, auf die man achten sollte: 

Schade finde ich, dass auf der Produktseite nicht erwähnt wird, dass die Rente nur 24 Monate gezahlt werden. Aus Transparenzgründen sollte dies dort auch erwähnt werden; die Bedingungen liest keiner - auch wenn es nur vier Seiten sind.  Die Gesundheitsfragen sind übersichtlich, aber genau hier dürften in der Praxis Probleme auftreten: Wenn Frage ich, wenn mir eine Frage unklar ist oder ich mir nicht sicher bin ? Bei der Beantragung sitze ich alleine vorm Smartphone - zusätzlich kann ich allerdings einen Live-Chat in Anspruch nehmen oder per Telefon nachfragen.

 

Hier an dieser Stelle ist der Knackpunkt an der Geschichte: Macht  man hier aus Unwissenheit oder irrtümlich einen Fehler, kann am Ende die Leistung verweigert werden. Ein weiterer Punkt, den man wissen sollte: Der Versicherer Squarelife hat seinen Sitz in Liechtenstein. Streitfälle können demnach nicht vor dem deutschen Versicherungsombudsmann geschlichtet werden. Pluspunkt: Gerichtsstand ist der Bezirk, in dem der Kunde seinen Wohnsitz hat - also muss man sich im Streitfall nicht mit ausländischen Gerichten herumärgern.

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