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Was es mit der Brutto-Netto-Lücke in der BU-Versicherung auf sich hat

Das Leistungsniveau der Berufsunfähigkeitsversicherungen hat sich in den letzten Jahren erheblich verbessert und angeglichen. Das Bedeutet, das die Produkte ähnlicher geworden sind und somit andere Produkteigenschaften in den Vordergrund gerückt werden; beispielsweise der Preis. Warum man hier nicht nur auf den günstigen "Nettobeitrag" schauen sollte und welche Überraschung einem drohen kann, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.

 

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Der Preis ist mittlerweile bei BU-Versicherungen ein Thema, auf das der Kunde stark achtet - zumal sich die Gesellschaften von den Bedingungen immer mehr angleichen. Aus diesem Grund versuchen natürlich die Versicherungsgesellschaften,  ihr BU-Versicherungen möglichst günstig aussehen zu lassen.

 

Unterschied zwischen Brutto- und Nettobeitrag

 

Dies erreichen die Versicherungen, indem es zwei Beiträge für ihr BU-Produkt gibt: Den günstigen Nettobeitrag und den teureren Bruttobeitrag. Jetzt fragt sich vielleicht der Versicherungslaie: Zwei Beiträge, wie geht denn das?

Nun, der Bruttobeitrag ist der "tatsächliche" vom Versicherer kalkulierte Beitrag, den den Kunde zu zahlen hätte.  Beim Nettobeitrag wird dieser kalkulierte Beitrag mit den Überschüssen verrechnet, die die Versicherungsgesellschaft erzielt. Dadurch ist dieser Nettobeitrag günstiger, als der eigentliche für den Versicherungsschutz zu zahlende Beitrag.

 

Verteuerungsrisiko bei großer Lücke zwischen Brutto- und Nettobeitrag

 

Die Lücke zwischen Brutto- und Nettobeitrag stellt ein Risiko dar, da viele Versicherungsgesellschaften sich das recht vorbehalten, unter bestimmten Voraussetzungen ihren Nettobeitrag (also der Zahlbeitrag) nach oben anzupassen; im schlimmsten Fall auf die Höhe des Bruttobeitrages. Erreicht der Versicherer also geringere Überschüsse, müssten die Beiträge in der BU-Versicherung steigen, was für den Kunden dann eine teure Überraschung wird. 

 

Das Risiko nehm ich auf mich - wird schon nicht soviel sein...

 

Da stellt sich natürlich die Frage, von wieviel Euro Unterschied wir hier reden. Das kann man so pauschal nicht sagen, da es von Versicherer, Tarif, versicherten Beruf , Alter uvm. abhängt. Es gibt aber Anbieter, wo der Unterschied zwischen Brutto- und Nettoprämie knapp 60 € im Monat ausmacht. Allerdings gibt es auch Anbieter, wo dieser Unterschied nur 10 € beträgt. Übrigens: Das ist nicht nur Theorie - es gibt Anbieter, die ihre Beiträge schon nach oben anpassen mussten  - und solange ist das noch gar nicht her...

 

Was soll man jetzt tun? Die günstigere Prämie nehmen und hoffen, das nichts passiert ?

 

Eine geringe Lücke zwischen Brutto- und Nettobeitrag ist ein Qualitätsmerkmal des entsprechenden BU-Produktes. Würde ich vor der Wahl stehen, würde ich lieber ein Angebot wählen, wo der Nettobeitrag etwas höher ist, als bei einem günstigen Anbieter, wenn dafür das Teuerungsrisiko geringer ist. Voraussetzung dafür natürlich, das die Bedingungen gleich bzw. ähnlich sind.

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