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Ein Überblick über die Rechtsschutzversicherung

Obwohl ein Rechtsstreit nicht unbedingt zu den existenziellen Risiken gehört, erfreut sich die Rechtsschutzversicherung bei den deutschen Versicherungskunden großer Beliebtheit. Das liegt zum einen daran, dass der Deutsche recht streitlustig ist, zum anderen aber, dass Rechtsstreitigkeiten ziemlich teuer sind; so kostet eine anwaltliche Erstberatung schon einmal 250 Euro, ohne dass der Rechtsanwalt aktiv tätig wird. Welche Rechtsschutzformen es gibt und worauf man achten muss, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.

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Es gibt viele Möglichkeiten, in einen Rechtsstreit verwickelt zu werden - Nachbarschaftsstreitigkeiten, Ärger mit dem Vermieter, Unfall mit dem KFZ oder Probleme mit dem Arbeitgeber. Die Rechtsschutzversicherung übernimmt unter anderem folgende Kosten:

  • Anwaltsgebühren des vom Versicherten gewählten Rechtsanwaltes
  • Gerichtskosten
  • Zeugenkosten und Sachverständigenhonorare
  • Kosten des Prozessgegners - sondern diese übernommen werden müssen
  • Mediationsverfahren

Wann zahlt die Rechtsschutzversicherung?

 

  1. bei Teilerfolgen vor Gericht, wenn die Kosten zwischen den Parteien aufgeteilt werden
  2. bei Zahlungsunfähigkeit des Gegners - die eigenen Anwalts- und Gerichtskosten, wenn man einen Prozess gewinnt und der Gegner zahlungsunfähig ist
  3. bei außergerichtlichen Streitigkeiten - wenn der Gegner nicht verpflichtet ist, die fremden Anwaltskosten zu übernehmen

Nicht erstattet  werden Kosten, die ohne gesetzliche Verpflichtung übernommen wurden - beispielsweise Anwaltsgebühren, die über den gesetzlichen Gebührensätzen liegen.

 

Welche Bausteine bietet die Rechtsschutzversicherung ?

  • Privatrechtsschutz: Streitigkeiten aus dem Privatbereich (Bestandteile des Privatrechtsschutzes: Schadenersatz-RS, Sozial-RS, Steuer-RS, Straf-RS, Vertrags-RS, Verwaltung-RS)
  • Verkehrsrechtsschutz: Streitigkeiten rund um KFZ und der Teilnahme am Straßenverkehr
  • Wohnung- und Grundstücksrechtsschutz: Streitigkeiten mit Vermietern oder Nachbarn
  • Arbeits- und Berufsrechtsschutz: Streitigkeiten mit dem Arbeitgeber
  • Gewerberechtsschutz: Streitigkeiten als Gewerbetreibender

Gibt es in der Rechtsschutzversicherung Wartezeiten ?

 

Für den ein oder anderen Bereich gibt es in der Rechtsschutzversicherung Wartezeiten. Dies bedeutet, dass man nach Start des Versicherungsvertrages eine bestimmte Zeit warten muss, bis der Versicherungsschutz beginnt. Dadurch soll verhindert werden, dass ein Vertrag erst kurz vor einem absehbaren Rechtsstreit abgeschlossen wird.

Drei Monate Wartezeit gelten für folgende Rechtsschutzarten:

  • Arbeits-RS
  • Wohnungs- und Grundstücks-RS
  • RS im Vertrag- und Sachenrecht
  • Steuer-RS
  • Sozialgerichts-RS
  • Verwaltung-RS

Keine Wartezeiten gibt es für 

  • Schadensersatz-RS
  • Disziplinar und Standes-RS
  • Straf- und Ordnungswidrigkeiten-RS
  • Beratungs-RS im Familien und Erbrecht

Alternative: Mediation

 

Einige Rechtsschutzversicherer schalten dem Gang vors Gericht ein sogenanntes Mediationsverfahren vor. Das bedeutet, dass mittels eines Schlichters versucht wird, den Konflikt außergerichtlich zu klären; in zwei von drei Fällen erfolgt tatsächlich eine Einigung. 

 

Fazit:

 

Eine Rechtsschutzversicherung zu haben, ist heute fast schon ein Muss - zu schnell wird man heute in juristische Auseinandersetzungen hereingezogen, deren Folgekosten man auf den ersten Blick noch gar nicht abschätzen kann. Wählen Sie lieber eine Rechtsschutzversicherung mit einem höheren Selbstbehalt, als ganz auf solch einen Vertrag zu verzichten.

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