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Die Familienversicherung in der GKV

Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) haben die Möglichkeit, ihre Kinder und Ehe bzw. Lebenspartner kostenfrei mitzuversichern - einer der großen Vorteile der GKV gegenüber der privaten Krankenversicherung. Was man hierbei beachten muss, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.

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Voraussetzungen für die Familienversicherung

 

Damit Familienmitglieder beitragsfrei in der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert werden können, müssen folgend eVoraussetzungen zutreffen:

  • Das Familienmitglied muss in Deutschland wohnen
  • Das Familienmitglied darf nicht selbst versicherungspflichtig sein. Hierfür gelten je nach Beschäftigungsart bestimmte Einkommensgrenzen
  • Das Familienmitglied darf nicht versicherungsfrei sein, z.B Beamter oder gut verdienender Arbeitnehmer
  • Das Familienmitglied darf nicht hauptberuflich selbstständig sein (mehr als 18 Stunden Tätigkeit die Woche)

Werden diese Voraussetzungen nicht erfüllt, kommt eine kostenfreie Mitversichernd nicht in Frage. 

 

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Dürfen Familienversicherte Geld verdienen ? 

 

Familienversicherte dürfen nur ein geringes Einkommen haben, sonst muss das Familienmitglied sich selber versichern. Wie hoch die Einkommensgrenze ist, bis zu der eine Familienversicherung möglich ist, hängt von der Art der Beschäftigung ab. Liegt das Einkommen über dieser Grenze, muss man sich selber versichern.

 

Die Einkommensgrenze, bis zu der eine Familienversicherung möglich ist, liegt bei 465 Euro im Monat (Stand 2020).

Dazu zählen alle Einkünfte gemäß dem Steuerrecht - also beispielsweise auch Kapitalerträge oder Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung.

 

Unter Nutzung aller Freibeträge und Werbungskostenpauschalen darf ein Angestellter Maximal 538,33 Euro im Monat verdienen (6.460 Euro im Jahr), um familienversichert sein zu dürfen.

 

Wer einen Minijob hat, darf hingegen nur 455 Euro im Monat ( 5.460 Euro im Jahr) dazuverdienen. Der Betrag ist hier geringer, weil ein Minijobber keine Werbungskosten geltend machen kann.

 

Für beide Beschäftigungsarten gilt: Liegt der Verdienst über der Grenze, muss ab dem Tag, an dem der Einkommensteuerbescheid kommt, man sich selber versichern

 

Neue Regelung: Enkel und Stiefkinder in der Familienversicherung

 

Wohnen Enkel- oder Stiefkind im Haushalt der Versicherten, ist eine Familienversicherung grundsätzlich möglich - dies ist eine neue Regelung, die seit Mai 2019 gilt - vorher war eine Familienversicherung für Stief- und Enkelkinder nur eingeschränkt möglich . 

 

Altersgrenzen in der Familienversicherung  

 

Kinder können bis zum 23. Lebensjahr familienversichert bleiben, es sei denn sie sind bereits berufstätig. bzw. in einer Ausbildung. Sollten das Kind ein Studium oder eine Berufsausbildung ohne Entgelt aufnehmen, verlängert sich die kostenfreie Mitversichernd bis zum 25. Lebensjahr.

Die Familienversicherung kann über das 25. Lebensjahr hinaus verlängert werden, wenn die Schul- bzw. Berufsausbildung durch folgende Dienste verlängert wird:

  • freiwilliger Wehrdienst
  • Freiwilligendienst nach dem Bundesfreiwilligengesetz uze. Jugendfreiwilligengesetz oder ein vergleichbarer Freiwilligendienst
  • Tätigkeit als Entwicklungshelfer

Kinder die aufgrund einer Behinderung nicht in der Lage sind, selber für ihren Lebensunterhalt zu sorgen, können ohne Altersbegrenzung familienversichert sein.

 

Wann können Kinder nicht in die Familienversicherung in der GKV ?

 

In der Tat gibt es auch Konstellationen, die eine Familienversicherung für Kinder nicht möglich macht. 

Dieser Fall tritt dann ein, wenn bei verheirateten Eltern der Besserverdiener in der PKV versichert ist und eine gewisse Einkommensgrenze überschreitet. In diesem Fall muss das Kind entweder gegen eigenen Beitrag in der GKV oder in der PKV versichert werden.

 

Wenn ein Elternteil gesetzlich und ein Elternteil privat versichert ist, ist eine kostenfreie Familienversicherung laut §10 Abs. 3 SGB V nicht möglich, wenn folgende drei Merkmale vorliegen:

 

  • Die Eltern sind Ehegatten und
  • Das Einkommen des PKV-Versicherten ist höher als das, des gesetzlich Versicherten und
  • das monatliche Gesamteinkommen des PKV-Versicherten übersteigt 1/12 der Jahresarbeitsentgeltgrenze (2020: 5.212.50 Euro brutto)

Studenten in der Familienversicherung der GKV

 

Bis zu Ihrem 25. Geburtstag können Studenten in der Familienversicherung ihrer Eltern verbleiben. Dies gilt allerdings nur, wenn das Gesamteinkommen des Studenten maximal 538,33 EUR pro Monat beträgt - bei einem Minijob beträgt die Grenze 455 Euro.

 

Bei einem Nebenjob in der vorlesungsfreien Zeit ist ein höherer Dazuverdienst möglich. Die Höhe des Dazuverdientes ist bei einer solch kurzfristigen Beschäftigung unerheblich.

 

Wenn man als familienversicherter Student zuviel verdient, kann man versicherungspflichtig werden und fällt aus der Familienversicherung heraus. Unter Umständen muss man dann sogar Beiträge nachzahlen. Aus diesem Grund macht es Sinn, vor der Aufnahme der Tätigkeit Rücksprache mit der Krankenkasse zu halten.

 

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