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Dramatische Einschnitte bei der Opel-Betriebsrente ?

Mitte 2020 hatte der Rüsselsheimer Autobauer bereits verkündet, an der unternehmenseigenen betrieblichen Altersvorsorge Änderungen durchsetzen zu wollen-. Jetzt zeichnet sich langsam ab, was die Unternehmensführung vor hat...

 

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Wie das Handelsblatt berichtet, hat Opel in  einem Rundschreiben an die Mitarbeiter verkündet, , seine Betriebsrente "modernisieren" zu wollen.

Laut Vorstand ist die die Coronakrise mit für dieses Vorhaben verantwortlich.

Die Betriebsrente sei ein "gewichtiger Kostenfaktor" der "seit vielen Jahrzehnten"... "deutlich über dem Marktstandard angesiedelt sei".

 

Mittlerweile wird deutlich, was die Unternehmensführung plant. Die Beschäftigen von Opel sollen in Zukunft ihre betriebliche Altersvorsorge wesentlich alleine durch Gehaltsumwandlung finanzieren - bisher ist die betriebliche Altersvorsorge bei Opel komplett arbeitgeberfinanziert.

Dabei sollen bereits erworbene Versorgungsanwartschaften erhalten bleiben und nicht gekürzt werden. Darüber hinaus möchte Opel die "Dynamisierung der Besitzstände" beenden, was bedeutet, dass die Betriebsrente in Zukunft nicht mehr automatisch steigen soll, um die Inflation auszugleichen. Dadurch würden die Betriebsrenten geringer ausfallen. 

 

 

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Dadurch strebt Opel wohl eine Umstellung auf ein "kapitalmarktorientiertes System" an. Das bedeutet wohl den Wechsel zu einer Betriebsrente, deren Basis fondsbasierte Produkte sind. Hierbei hängt die Rendite bzw. die Verzinsung vom Erfolg der Fonds ab. Aktuell garantiert Opel seinen Mitarbeitern eine jährliche Verzinsung von 5%. Hierbei muss der Autobauer im aktuellen Niedrigzinsumfeld jährlich einen dreistelligen Millionenbetrag aufbringen, um die Verpflichtungen der Garantiezusage erbringen zu können.

 

Dass der Betriebsrat hier auf die Barrikaden steigt, verwundert nicht:  "Würde ein solcher Systemwechsel vollzogen, könnte es den Opel-Beschäftigen wie vielen Rentnern in den USA in der Finanzkrise gehen" - Man befürchtet gar eine Krise, bei der die Fondsperformance gegen 0 laufen könnte...

 

Meine Meinung zum Konflikt:

 

Komplett durch den Arbeitgeber finanzierte betriebliche Altersversorgungen sind sehr selten geworden. Auch die jährliche Zinsgarantie von 5% ist heutzutage unrealistisch und selbst von Versicherungsgesellschaften aktuell nicht zu erwirtschaften. Aus diesem Grund halte ich es tatsächlich für angebracht, die bAV in dem Unternehmen neu aufzustellen. Allerdings sollte dies nur für neue Mitarbeiter gelten. Wenn das Unternehmen seinen Mitarbeitern früher etwas zugesagt hat, dann muss dieses Versprechen  auch eingehalten werden.

 

Das vom Betriebsrat  gemalte Schreckensszenario würde im Endeffekt bedeutet, dass ein Großteil der betrieblichen Altersvorsorge in Deutschland und auch viele private Altersvorsorgeverträge ein umkalkulierbares Risiko darstellt. Diese Aussage ignoriert aber die aktuellen Gegebenheiten: Renditen sind seit Jahren schon nur über fondsbasierte Produkte möglich. Darüber hinaus ist es durchaus möglich, in solche Produkte Sicherungskomponenten einzubauen, die dafür sorgen, dass der Kunde keine Verluste befürchten muss.

Policenschreck-VLOG: Ärger um die Opel-Betriebsrente

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