Hausratversicherung

Die Hausratversicherung hilft, wenn Euer  Hab und Gut beschädigt oder gestohlen wird:

Die Wohnung wird aufgebrochen und Wertgegenstände gestohlen, durch einen Wasserrohrbruch werden die Möbel beschädigt oder Euer Fahrrad wird geklaut. Auch bei der Hausratversicherung kommt es aber nicht nur auf den Preis an, auch die Versicherungssumme und das Bedingungswerk müssen passen, denn was nützt der günstigste Beitrag, wenn der Schaden nur zu einem Bruchteil ersetzt wird? Übrigens: Bei bundesweit 41 Millionen Haushalten wurden von den deutschen Versicherern 2016 knapp eine Millionen Schäden reguliert.

 

Unterversicherung vermeiden

 

Insbesondere bei Kunden, deren Vertrag schon lange läuft kann es passieren: Der Haushalt wächst im Laufe der Jahre; die Versicherungssumme bleibt hingegen gleich. Im Schadensfall bedeutet dies:

Die Entschädigungszahlung wird gekürzt - und zwar im Verhältnis der bestehenden Unterversicherung. Beispiel: Schaden 1000 €, Wert Hausrat 100.000 €, Versicherungssumme: 50.000 € - Unterversicherung: 50% - Schadensleistung nach Abzug: 500 €.

Vermeiden kann man so ein Problem, indem man einen pauschalen Unterversicherungsverzicht vereinbart:Meist 650 € pro Quadratmeter Wohnfläche. Dies ist eine ratsamer Baustein, der im Ernstfall viel Ärger erspart.

 

Du kennst nicht den Unterschied zwischen Zeitwert und Neuwert? Dieses Video gibt die die Antwort.

 

 

Das eine Hausratversicherung nicht nur bei einem Einbruch in den eigenen vier Wänden leistet, erfährt man in diesem Video.

Fahrräder in der Hausratversicherung - Was muss man beachten?  Wie sieht es mit E-Bikes und Pedelecs aus?


Zeitwert vs. Neuwert

 

Versichert ist in der Hausratversicherung übrigens der "Neuwert". Unter dem Neuwert versteht man den Wiederbeschaffungspreis von Sachen gleicher Art und Güte; also den Preis den man zahlen muss, um den Gegenstand im neuwertigen Zustand wiederzubeschaffen. Im Gegensatz dazu steht der Zeitwert, der beispielsweise bei der Privathaftpflichtversicherung zum tragen kommt. Der Zeitwert ist der Wert, der ein Gegenstand zum fraglichen Zeitpunkt hatte. Hierbei wird vom Neuwert ein Abzug aufgrund Alter und Nutzung gemacht. Insbesondere bei technischen Geräten wie Smartphones gibt es hier große Differenzen.

Die Hausratversicherung leistet übrigens nicht nur, wenn im eigenen Haus eingebrochen wird, sondern beispielsweise auch bei Einbrüchen in Ferienwohnungen oder Hotelzimmern oder auch, wenn man Opfer eines Überfalls wird und unter Gewaltandrohung sein Hab und Gut aushändigen muss. 

Vorsicht geboten ist allerdings Kreuzfahrten - insbesondere bei älteren und günstigen Basisverträgen. Hier gilt der Schutz oft nicht, da das Schiff nicht als Gebäude gilt. Näheres dazu ergibt der Blick in das Bedingungswerk Ihrer Hausratversicherung.

 

Der Wertsachenanteil

Überprüfen sollten Sie im übrigen auch, ob der standardmäßig vereinbarte Wertsachenanteil von 20% der Versicherungssumme ausreichend ist. Darüber hinaus wird standardmässig bei vielen Verträgen für Schmuck nur bis 20.000 Euro und für Wertpapiere und Sparbücher nur bis 2.500 Euro geleistet. Wer also die Schmuckschatulle von der Oma geerbt hat, kann hier schon darüber liegen...

Elementarschäden extra versichern

 

Standardmässig nicht mit versichert sind die sogenannten Elementarschäden, also Schäden durch Überflutung, Rückstau oder Erdrutsch. Dieser Schutz macht allein aufgrund der in den letzten Jahren stark angestiegenen Anzahl von Unwettern mit anschliessender Überflutung durch Starkregen Sinn.

Grobe Fahrlässigkeit

 

Wichtiger Punkt: Ein guter Vertrag sollte im Schadensfall auch bei grober Fahrlässigkeit wie einem gekippten Fenster oder einer nur zugezogenen Haustüre leisten; dies bieten oft alte und günstige Basistarife nicht. Beinhaltet der Vertrag diese Klausel nicht, kürzt der Versicherer unter Umständen die Entschädigungszahlung.

 

 Extra Versicherung für Drahtesel nötig?

 

Fahrräder können in die Hausratversicherung mit eingeschlossen werden; allerdings sind die Drahtesel da nur gegen den Verlust versichert; bei Vandalismus oder Diebstahl von Zubehör greift der Versicherungsschutz oftmals nicht. Insbesondere bei hochpreisigen Fahrrädern wie E-Bikes und Pedelecs lohnt es sich, über eine Fahrrad-Versicherung, also praktisch eine Fahrrad-Vollkasko nachzudenken.