Grundfähigkeit

Eigentlich sagt der Name schon alles aus: Bei einer Grundfähigkeitsversicherung werden grundlegende Fähigkeiten versichert; beispielsweise Sahen, Sprechen, Hören, gehen usw. Wer eine oder mehrere dieser Fähigkeiten verliert, erhält eine vorab fest vereinbarte Rente ausgezahlt. Wann genau eine der Grundfähigkeiten als verloren gilt, regeln die Versicherungsbedingungen der Anbieter recht unterschiedlich. Auch gibt es keine einheitliche Regelung, wieviel Fähigkeiten als verloren gelten müssen, damit der Rente auch ausgezahlt wird.

 

Eine Rente wird bei den meisten Anbietern nur ausgezahlt, wenn man die Grundfähigkeit für mindestens 12 Monate verliert. Hierbei unterscheidet sich die Grundfähigkeitsversicherung von der BU: Hier langt eine Berufsunfähigkeit von mindestens sechs Monaten.

 


BU bleibt erste Wahl

 

Die Grundfähigkeitsversicherung ist nicht die erste Wahl, wenn es um die Absicherung der Arbeitskraft geht, da die BU-Versicherung einen umfassenderen Schutz bietet - beispielsweise fallen bei der Grundfähigkeitsversicheurng psychische Ursachen komplett unter den Tisch. Allerdings ist eine Grundfähigkeitsversicherung in der Regel auch deutlich günstiger, als eine BU. Insbesondere für Kunden, die körperlich schwere Tätigkeiten ausüben, kann eine Grundfähigkeitsversicherung interessant sein, da sich dieser Personenkreis mit sehr hohen Prämien in der BU-Versicherung konfrontiert sieht.

 

Wann gilt eine Grundfähigkeit als verloren?

 

Hier wird es interessant, weil dies ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Beispiel gefällig: Für den einen Anbieter ist es für den Verlust der Fähigkeit, die Hände zu gebrauchen, ausreichend, wenn die versicherte Person weder mit der rechten, noch mit der linken Hand die Schere greifen und benutzen kann. Für den anderen Versicherer ist es ausreichend, wenn die versicherte Person mit einer Hand nicht mehr den Schraubverschluss einer Flasche öffnen kann. Andere wiederum prüfen, ob man noch einen Schraubenzieher benutzen kann.