Gesetzliche Krankenversicherung

In Deutschland muss jede Person krankenversichert sein - dieses Gesetz gilt seit 2008. Rund 90% sind in der gesetzlichen Krankenversicherung Mitglied. Der größte Anteil der Leistungen der Kassen sind gesetzlich vorgeschrieben und identisch. Allerdings kann sich dieser Leistungskatalog per Gesetz auch ändern. Dazu können Krankenkassen auch Leistungen darüber hinaus anbieten. Ich gebe Euch auf diesen Seiten einen kleinen Überblick zum Thema gesetzliche Krankenversicherung.

 

An dieser Stelle findet Ihr bald das Video: Policenschreck erklärt die GKV
An dieser Stelle findet Ihr bald das Video: Policenschreck erklärt die GKV

Der Großteil der Deutschen ist Kraft Gesetz Mitglied in der GKV; Sie haben aufgrund ihres Einkommens nicht die Wahl, ob sie sich gesetzlich oder privat versichern können. Wer über der sogenannten Jahresarbeitsentgeltgrenze (2018: 59.400 Euro) liegt, kann sich in der GKV freiwillig versichern, oder in die private Krankenversicherung wechseln. Ein großer Vorteil der gesetzlichen Versicherung ist die beitragsfreie Mitversichern von Familienmitgliedern; die gibt es nämlich in der PKV nicht; hier muss für jedes Familienmitglied ein eigener Beitrag gezahlt werden. Darüber hinaus sind Bezieher von Arbeitslosengeld und Hartz IV, Studenten über 25 Jahre ohne eigenes Einkommen (über 435 Euro), und Rentner (wenn 90% in der zweiten Hälfte des Erwerbslebens gesetzlich versichert) Pflichtmitglied er GKV.

Im übrigen können sich selbstverständlich auch Selbstständige als freiwilliges Mitglied in der GKV versichern.

 

allgemeiner Beitragssatz ist fix

 

Für alle Kassen gibt es einen gemeinsamen Beitragssatz von 14,6% - allerdings kann jede Krankenkasse einen individuellen Zusatzbeitrag bestimmen. Dadurch lohnt sich der Vergleich der einzelnen Krankenkassen und ihrer Leistungen um so mehr: Mehre hundert Euro kann man so im Jahr sparen. Neben den monatlichen Beiträgen müssen GKV-Versicherte auch für verordnete Leistungen wie Medikamente, Hilfsmittel (z.B. Krücken) oder Krankenhausaufenthalte Zuzahlungen leisten.

Möchtet Ihr wissen, ob sich ein Kassenwechsel lohnt - einfach bei mir melden.

 

Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung

 

Neben ärztlicher Behandlung, Medikamenten oder Zahnersatz, ist das Krankengeld eine der wichtigsten Leistungen der GKV. Krankengeld wird nach dem Auslaufen der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall (zahlt der Arbeitgeber) gewährt; in der Regel nach sechs Wochen. Das Krankengeld ist geringer als ihr Lohn und wird maximal 72 Wochen gezahlt. Maximal 90% des täglichen Netto-Entgelts zahlt die Krankenkasse als Krankengeld. Allerdings zahlt die gesetzliche Krankenversicherung nicht alle Leistungen, die der Arzt anbietet. Diese individuellen Gesundheitsleistungen (=Igel) müsst Ihr selbst bezahlen. Über deren Nutzer und Sinnhaftigkeit kann man sich auf der Seite www.igel-monitor.de informieren.

Was bedeutet der Begriff Krankengeld? Wie lange wird Krankengeld gezahlt und wer bekommt es überhaupt? Diese Fragen werden in unserem Videobeitrag beantwortet.


Was man beim Wechsel der Krankenkasse beachten muss

 

Ist man mit der Leistung der Krankenkasse nicht zufrieden, kann man wechseln. Allerdings müssen einige Dinge beachten werden: Man muss 18 Monate bei seiner bisherigen Kasse versichert gewesen sein und kann dann kündigen. Die Kündigungsfrist beträgt 2 Monate zum Monatsende . Übrigens: Man kann nicht zu jeder Kasse wechseln, manche Krankenkassen sind nur regional aktiv.

 

Sonderkündigungsrecht

 

Erhebt oder erhöht die Krankenkasse den Zusatzbeitrag, habt Ihr  ein Sonderkündigungsrecht; auch wenn Sie noch nicht 18 Monate bei dieser Krankenkasse versichert seid. Auch hier gilt die zweimonatige Kündigungsfrist; in diesem Zeitraum muss der Zusatzbeitrag allerdings gezahlt werden.

 

Ihr habt Fragen zum Thema GKV oder wollte Eure gesetzliche Krankenversicherung wechseln? Hier geht es zu den Informationen.