Private Krankenversicherung

In Deutschland darf niemand ohne Krankenversicherung sein. Als alternative zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gibt es die private Krankenversicherung (PKV). Allerdings steht die PKV nicht jedem offen. Wer sich dort versichern kann, welche Vor- und Nachteile eine PKV hat und was man beim Wechsel in die PKV beachten muss, zeige ich Euch auf diesen Seiten.

An dieser Stelle findet Ihr bald das Video: "Policenschreck erklärt: Private Krankenversicherung"
An dieser Stelle findet Ihr bald das Video: "Policenschreck erklärt: Private Krankenversicherung"

Wer kann sich Privat versichern?

 

 

Nicht jeder kann sich in Deutschland privat versichern. Unabhängig vom Einkommen können sich Selbstständige bzw. Freiberufler, Künstler, Beamte, Richter, Landtags- und Bundestagsabgeordnete privat versichern. Als Angestellter hingegen muss man mindestens 59.400 Euro pro Jahr (Stand 2018) verdienen, um die GKV verlassen zu können. Diese Grenze wird im übrigen "Jahresarbeitsentgeltgrenze" oder kurz "JAEG" genannt. Darüber hinaus gibt es noch für Studenten die Möglichkeit, einen privaten Vertrag abzuschliessen.

 

Was unterscheidet die PKV von der GKV?

 

In der GKV ist der Beitrag abhängig vom Einkommen; in der PKV hingegen vom Leistungsumfang des gewählten Tarifes, dem eigenen Gesundheitszustand und dem Alter bei Vertragsbeginn. Die Leistungen gelten in der PKV als fest vereinbart und können nicht einfach wie in der GKV aus dem Leistungskatalog herausgestrichen werden. Im Gegensatz zur GKV seit Ihr als privat Versicherter Vertragspartner des Arztes oder Krankenhauses und müsst die Rechnung selbst begleichen und bekommt das Geld anschliessend von Eurem Versicherungsunternehmen zurück. Im Gegensatz dazu rechnen die gesetzlichen Krankenkassen direkt mit den Leistungserbringern, also dem Arzt oder dem Krankenhaus ab. 

 

Was bedeutet der Begriff "Jahresarbeitsentgeltgrenze" und wofür ist die "JAEG" wichtig? Ändert sich die JAEG jedes Jahr oder bleibt sie immer gleich? Antworten darauf gibt es in diesem Video.


Für wen ist die private Krankenversicherung geeignet?

 

Die PKV ist für Leute geeignet, denen es hauptsächlich auf gute Leistungen ankommt. Wessen oberstes Ziel es ist, Geld zu sparen, wird wahrscheinlich über den Lauf der Jahre drauflegen; die günstigen Beiträge bleiben nämlich nicht so niedrig, sondern steigen an. Darüber hinaus bleibt Beamten aktuell keine sinnvolle Alternative zur PKV: Da der Dienstherr die Hälfte der Krankheitskosten übernimmt, muss der Beamte auch nur die andere Hälfte dazu versichern - die PKV hat die entsprechenden Tarife im Angebot. Zwar kann der Beamte sich auch freiwillig in der GKV versichern, allerdings trägt der Dienstherr NICHT den Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Krankenversicherung.Darüber hinaus benötigt jedes Familienmitglied einen eigenen Vertrag; einen Familienversicherung wie in der GKV gibt es in der PKV nicht

 

Was muss man beachten?

 

Wenn Ihr Euch privat versichert, müsst Ihr den Überblick über Eure Rechnungen behalten. Habt Ihr beispielsweise einen Tarif mit Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit (also wenn Ihr im Versicherungsjahr keine Rechnungen einreicht), macht es Sinn, die Rechnungen über das Jahr zu sammeln und erst am Ende des Jahres einzureichen mit der Frage was ist günstiger: Rechnungen von der Versicherung übernehmen lassen oder die Beitragsrückerstattung auszahlen lassen. Auch sollte man wissen, dass ein Wechsel zurück in die GKV unter Umständen nicht so einfach ist und ab dem 55. Lebensjahr sowieso nicht mehr möglich ist.

 

Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantworten

 

Wichtig ist außerdem, bei Antragstellung die Angaben zum Gesundheitszustand wahrheitsgemäß anzugeben und nicht zu schummeln. Sollte sich am Ende herausstellen, dass man bei Abschluss des Vertrages etwas zu großzügig mit der Wahrheit war, kann der Versicherer vom Vertrag zurücktreten, was einen neuen Abschluss eines PKV-Vertrages erschwert oder sogar unmöglich macht.

 

"Klassische Fehler" beim Abschluss einer PKV

 

Ein typischer Fehler ist sich zu schnell für das günstigste Angebot zu entscheiden, denn nicht immer ist der günstigste Anbieter auch langfristig der beste. Eine PKV schliesst man nicht so nebenbei wie einen Handyvertrag ab; im besten Fall ist es nämlich eine Entscheidung für das Leben; viele Möglichkeiten zu Korrektur gibt es nämlich nicht. Weiterer Fehler: Man entscheidet sich für einen Tarif, der weniger Leistung bietet, als die Gesetzliche Krankenversicherung. Ihr meint das geht nicht? Geht doch. Insbesondere die sogenannten Einsteigertarife haben weniger Leistung, als die GKV - beispielsweise im Bereich Psychotherapie oder Heilpraktiker. Darüber hinaus gibt es noch ein paar weiteren Komponenten eines Tarifes, die über die reine Leistungsbeschreibung hinausgeht, die wichtig sind.

Was ist eine Selbstbeteiligung und macht diese für mich Sinn? Welche Form des Selbstgehaltes gibt es und worauf muss ich als Kunde achten? Antworten auf diese Fragen gibt es in diesem Video.

Gesundheitsfragen bei PKV oder BU-Anträgen wahrheitsgemäß ausfüllen. Es drohen schwere Konsequenzen.

Was sind eigentlich diese Unisex-Tarife? Ich erkläre es in diesem Video.


Beispielsweise sollte man sich anschauen, wie beitragsstabil der Anbieter in den vergangenen Jahren war. Wie sieht es mit der Finanzstärke des Unternehmens aus? Gibt es einen offenen oder einen geschlossenen Heilmittelkatalog? Um all diese Fragen zu beantworten, braucht es Zeit - übrigens mit ein Grund, warum ich keine Angebote verschicke: Ein Angebotsversand ersetzt nicht die Beratung.

 

Ihr benötigt Beratung zum Thema "Private Krankenversicherung"? Hier geht es zu den weiteren Infos...

Kontakt


Bahnhofstraße 28

65428 Rüsselsheim

Mail: info@policenschreck.de

 

zur Erstinformation

Social Media