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Eine BU für Schüler und Studenten - macht das überhaupt Sinn?

"Eine BU? Mache ich dann, wenn ich Geld verdiene - die Beiträge spare ich mir jetzt lieber." So oder so ähnlich hört es sich an, wenn man mit Schüler, Studenten und ihren Eltern über die Absicherung des Thema Berufsunfähigkeit spricht. Und auf den ersten Blick macht es auch keinen Sinn, bereits so früh einen solchen Vertrag abzuschliessen; schließlich ist man ja noch nicht im Berufsleben angekommen. Warum es doch Sinn macht, zeige ich in diesem Blog-Beitrag.

 

Bild: Adobe Stock/Matej Kastelic
Bild: Adobe Stock/Matej Kastelic

Was spricht denn überhaupt dafür, schon als Schüler oder Student eine BU abzuschliessen? Ein Argument ist sicherlich, das es für viele soziale oder handwerkliche Berufe teuer bis unbezahlbar ist, einen BU-Schutz zu bekommen: Verantwortlich hierfür ist eine sehr große Differenzierung in der Berufsgruppeneinstufung, die solche Berufe mit hohen beitragen versieht. Andererseits ist auch für angehende Akademiker ein früher Abschluss sinnvoll, da Vorerkrankungen und risikoreiche Hobbys den Abschluss des gewünschten Schutzes teuer oder gar unmöglich machen. Auch das "Jetzt-Beiträge-sparen"-Argument vom Anfang zieht nicht, denn was man hier spart, zahlt man später durch höhere Beiträge wieder drauf: Im Endeffekt wird also gar kein Geld gespart und das Risiko einer zwischenzeitlichen Erkrankung, die einen späteren Abschluss unmöglich macht, muss zusätzlich getragen werden.

 

Schwierig kann es etwa schon beispielsweise werden, wenn man während des Lernens darauf spekuliert, lieber an der Nachprüfung teilzunehmen und sich ein entsprechendes Attest organisiert; und schon hat man unter Umständen ein "psychisches Problem", welches später vom Versicherungsschutz ausgeschlossen wird oder die Annahme sogar ganz unmöglich macht.

Der "Beruf" Schüler

 

Hat man sich für den Abschluss einer BU entschieden, stellt sich natürlich die Frage, welcher Beruf hier abgesichert werden soll. In der Regel wird dies der "Beruf" des Schülers bzw. Studenten. Als versicherte Tätigkeit gilt hierbei die Teilnahme am Unterricht, bzw. den Lehrveranstaltungen. Hierbei ist es wichtig drauf zu achten, dass die Verweisung auf einen anderen Schultyp ausgeschlossen ist - beispielsweise wenn ein Schüler aufgrund eines Unfalls schwere Hirnschädigungen erleidet und statt  dem Gymnasium eine Förderschule besuchen soll. Leider sind in diesem Punkt viele Bedingunswerke ungenau. Gut ist es, wenn die Versicherungsbedingungen auch berücksichtigen, ob der Schüler in der Lage ist, den Schulweg alleine zu absolvieren.

Videoblog: BU für Schüler und Studenten


 

Auch bei Studenten ist diese Thematik recht kniffelig: So können sie bei manchen Tarifen zwar den Zielberuf versichern, dies nützt aber nichts, wenn man das dazu notwendige Studium nicht abschliessen kann. Andere Anbieter versichern wiederum den "Beruf des Studenten" - hierbei ist es wichtig darauf zu achten, dass das zuletzt ausgeübte Studium versichert ist und man nicht auf einen anderen Studiengang verwiesen werden kann. 

 

Nachmeldung bei Wechsel ins Berufsleben

 

Wird das Studium beendet und man wechselt ins Berufsleben, verlangen viele Versicherungen Meldung dieses Berufswechsels - hierzu muss man Fristen einhalten - genaueres verrät das Bedingungswerk. Verpasst man diese Frist, wird wird aus der BU-Rente eine Erwerbsunfähigkeitsrente, was im Leistungsfall zu großen Problemen führen kann. 

 

Darüber hinaus hat eine gute BU-Versicherung auch Nachversicherungsgarantien, beispielsweise wenn sich an der familiären Situation etwas ändert (Heirat/Kinder) oder durch den beruflichen Aufstieg das Einkommen ansteigt. Auch hier gilt es, die vom Versicherer vorgegebenen Fristen einzuhalten, da sonst eine erneute Gesundheitsprüfung fällig wird.

 

Fazit: Ein früher Abschluss einer BU sichert sich schon als Schüler/Student günstige Beiträge und sorgt dafür, dass später der Versicherungsschutz nicht an Vorerkrankungen scheitert.

 

weitere Informationen:

 

 

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