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Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio)

 Bei der Schaden-Kosten-Quote handelt es sich um eine Kennzahl aus der Schaden- und Unfallversicherung. Die Schaden-Kosten-Quote bezeichnet das Verhältnis zwischen den aufgewendeten Leistungen für Schadensfälle und den eigenommen Beiträgen innerhalb eines Geschäftsjahres. 

Liegt die Schaden-Kosten-Quote über 100 Prozent, macht das Versicherungsunternehmen Verlust. Liegt die Quote unter 100 Prozent, macht der Versicherer Gewinn. Die Schaden-Kosten-Quote wird auch als Combined Ratio bezeichnet.

 

Schadendurchschnitt

Wenn man die Kosten aller Schäden und Rückstellungen aufsummiert und durch die Anzahl der Schäden teilt, erhält man den Schadendurchschnitt.

 

Schadensfreiheitsrabatt

 Der Schadensfreiheitsrabatt ist ein Begriff aus der KFZ-Versicherung. Wer keine Autounfälle verursacht, erhält einen Bonus in Form eines günstigeren Beitrags. Gewährt wird dieser Rabatt vom Versicherer - wie hoch dieser ausfällt, ergeben die jeweiligen Versicherungsbedingungen.

Hat man im abgelaufenen Versicherungsjahr keinen Schaden verursacht, wird man für das neue Versicherungsjahr in eine bessere Schadenfreiheitsklasse eingestuft. Eine Rückstufung erfolgt, wenn im abgelaufenen Versicherungsjahr Schäden am Auto der Versicherung gemeldet wurden. 

 

Schadenhäufigkeit

Die Zahl der Schäden bezogen auf die Anzahl der Versicherungsverträge innerhalb einer bestimmten Sparte gibt die Schadenhäufigkeit an. 

 

Schadenminderungspflicht

Kommt es zu einem Schaden, muss der Versicherungsnehmer dafür sorgen, dass der Schaden nicht noch größer wird. So muss der Versicherungsnehmer bei einem Wasserrohrbruch so schnell wie möglich den Hauptwasserhahn abdrehen, um den Wasserverlust zu stoppen. Die Schadenminderungspflicht gehört zu den Obliegenheiten des Versicherungsnehmers.

 

Schlussüberschuss

Der Schlussüberschuss stellt einen Teil der Überschussbeteiligung einer Lebensversicherung da.

Den Schlussüberschuss erhält man bei Vertragende und wird von der Versicherung verbindlich zugeteilt. Der Schlussüberschuss wird jährlich neu berechnet und festgelegt und kann daher schwanken. Sogar ein kompletter oder teilweiser Entfall ist möglich.

 

Selbstbeteiligung ( Selbstbehalt)

Vereinbart ein Versicherungsnehmer eine Selbstbeteiligung, übernimmt eher einen festgelegten Teil der Kosten selber. Mit einer Selbstbeteiligung können in der Regel die Versicherungsprämien reduziert werden.

 

Sofortrente

Bei einer Sofortrente beginnt der Rentenzahlung unmittelbar nach Abschluss der Vertrages. Hierbei wird vom Versicherungsnehmer ein Kapital direkt bei Abschluss des Vertrages eingezahlt. Die Rentenhöhe ist abhängig von der eingezahlten Summe. Insbesondere bei älteren Menschen ist diese Vertragsvariante sehr beliebt. Eine spätere Kündigung ist nicht möglich.

 

Sonderausgabenabzug

Die Beiträge für Riester- und Basisrenten (inkl. Zulagen ) können in der Steuererklärung als Sonderausgaben angesetzt werden. Das Finanzamt prüft dann , ob die Steuerersparnis größer ist, als die Zulage - dies nennt man "Günstigerprüfung". Ist der Sonderausgabenabzug lohnender als die reine Zulage, führt dies zu seiner zusätzlichen Steuerermässigung.

 

Standmitteilung

Alle Kunden, die eine Lebens- oder private Rentenversicherung haben, bekommen einmal im Jahr von ihrem Versicherer eine Standmitteilung zugeschickt. Die Standmitteilung informiert über die Entwicklung des Vorsorgevermögens und die Höhe der zu erwartenden Rente.

 

Sterbetafel

Eine Sterbetafel gibt an, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, das eine Person eines bestimmten Alters in einem bestimmten Zeitraum sterben wird. In den Sterbetafeln wird nach Geschlechtern unterschieden. 

Für Lebensversicherer sind Sterbetafel eine wichtige Basis, um die die Tarife und damit auch die Höhe der Rentenzahlungen berechnen zu können. Hierbei wird mit der sogenannten Generationensterbetafel gerechnet, da diese dynamisch ist und berücksichtigt, wie sich die Lebenserwartung in den nächsten Jahrzehnten entwickeln wird.

 

Steuern (bei Lebens- und Rentenversicherungen)

Während der Beitragsphase:

 

Beiträge für Renten und Lebensversicherung müssen aus dem Nettoeinkommen bezahlt werden und können steuerlich nicht Gelände gemacht werden. Ausnahmen sind Verträge, die bis zum 31.12.2004 abgeschlossen wurden; die Beiträge für solche Verträge können als Sonderausgaben angesetzt werden (Höchstbeträge: 1.900 € für Arbeitnehmer, 2.800 € für Selbstständige )

 

Riester- und Basisrenten werden vom Staat gefördert; auch die Beiträge für diese Verträge können in der Einkommensteuer angegeben werden.

 

Während der Bezugsphase/Kapitalauszahlung:

 

Bei Verträgen, die vor dem 31.12.2004 abgeschlossen wurde, ist die Kapitalauszahlung steuerfrei. Voraussetzung: Der Vertrag läuft mindestens 12 Jahre. Bei Lebensversicherungen: Der Todesfallschutz umfasst wenigstens 60% der insgesamt zu zahlenden Beiträge und die Beitragszahlungsdauer beträgt mindestens 5 Jahre.

 

Bei Verträgen, die nach dem 31.12.2004 abgeschlossen wurden gilt: Läuft der Vertrag mindestens 12 Jahre und wird das Kapital erst nach dem 60. Lebensjahr ausgezahlt, so ist nur die Hälfte des Ertrags zu versteuern - und zwar mit dem persönlichen Steuersatz. Ertrag ist wie folgt definiert: Versicherungsleistung abzüglich der geleisteten Beiträge.

 

Für Verträge, die nach dem 31.12.2011 abgeschlossen wurde, gilt: Um die hälftige Besteuerung zu erzählen, darf die Versicherung erst nach dem 62. Lebensjahr ausgezahlt werden.

 

Für Verträge, die ab dem 1.4.2009 abgeschlossen wurden: Enthält der Vertrag einen Mindesttodesfallschutz, werden die Erträge nur zur Hälfte besteuert. Dabei umfasst der Mindesttodesfallschutz entweder mindestens 50 Prozent der Beitragssumme oder er muss den Wert der Versicherung um mindestens 10 Prozent übersteigen. 

Werden diese Vorgaben nicht eingehalten, muss der Ertrag voll versteuert werden.

 

Besteuerung von monatlichen Renten aus Lebens/Rentenversicherungen 

Auf die Rentenzahlungen aus einer Rentenversicherung ist ein pauschalierter Ertragsanteil mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern. Es wird also nicht die gesamte Rente besteuert, sondern nur ein relativ kleiner Teil. Der Ertragsanteil hängt vom Alter der versicherten Person bei Rentenzahlungsbeginn ab: Aktuell liegt der Ertragsanteil bei 65jährigen bei 18 Prozent. Das bedeutet, das von einer jährlichen Rente von 1000 Euro 180 Euro mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden müssen.

 

Stornoabzug

Wird eine kapitalbindende Versicherung wie eine Lebensversicherung oder eine Privatrente vorzeitig gekündigt, fallen Stornogebühren an, die vom Vertragsguthaben abgezogen werden.

 

Stornoquote

Wenn Lebens- oder private Rentenversicherungen vorzeitig gekündigt oder beitragsfrei gestellt werden, fallen Beiträge weg. Werden diese wegfallenden Beiträge ins Verhältnis zur restlichen Anzahl der weiterlaufenden Verträge gesetzt, erhält man die Stornoquote. Die Stornoquote wird in Prozent angegeben und gilt auch als Qualitäts- bzw. Zufriedenheitsindikator.