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Verkehrssicherungspflicht

 Eigentümer von Grundstücken und Immobilien haben eine gesetzliche Verkehrssicherungspflicht. Sie müssen dafür sorgen, dass von Haus und Grundstück keine Gefahr für die Allgemeinheit ausgeht. Beschädigt ein herabfallender Ziegel ein vor dem Haus parkendes Fahrzeug, ist der Hauseigentümer in der Haftung, sofern er seiner Verkehrssicherungspflicht nicht nachgekommen ist. Die Forderungen eines Geschädigten übernimmt die Privathaftpflicht bzw. die Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung.

 

Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung

Eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung übernimmt die Deckung, wenn der Versicherungsnehmer in seiner beruflichen Eigenschaft einen Vermögensschaden verursacht, für den er haftbar gemacht werden kann. Jeder Versicherungsvermakler benötigt eine Vermögensschadenhaftpflicht.

 

Versicherte Person

 Die versicherte Person ist diejenige Person, die durch den Versicherungsschutz geschützt werden soll. Die versicherte Person ist oft mit dem Versicherungsnehmer identisch - das ist aber nicht zwingend.

 

Versicherungsbedingungen

Versicherungsbetrug

Täuscht ein Versicherungsnehmer seinem Versicherer gegenüber einen Schaden vor um eine Geldzahlung zu erhalten, spricht man von einem Versicherungsbetrug. Beispiele sind fingierte Autounfälle (KFZ-Versicherung) oder zerstörte Smartphones (Privathaftpflichtversicherung).

Versicherungsbetrug ist eine Straftat und wird von den Versicherern zur Anzeige gebracht. Darüber hinaus verliert man seinen Versicherungsschutz.

 

Versicherungsdauer

Die Versicherungsdauer ist der Zeitraum, für die der Versicherungsvertrag abgeschlossen wurde und in der Versicherungsschutz besteht.

 

Versicherungsfall

Von einem Versicherungsfall spricht man, wenn das an den Versicherer übertragene Risiko Realität wird und ein Schaden eintritt. Der Versicherungsnehmer muss dem Versicherer umgehend über den Schaden informieren. Der Versicherer ist daraufhin in der Pflicht, die vereinbarte Leistung zu erbringen. Ein Versicherungsfall kann beispielsweise ein Wasserrohrbruch (Wohngebäudeversicherung) oder die Berufsunfähigkeit der versicherten Person sein.

 

Versicherungsnehmer

Der Versicherungsnehmer ist die Person, die den Versicherungsvertrag abgeschlossen hat und in der Regel auch bezahlt. Oft sind Versicherungsnehmer und Versicherte Person identisch - das muss aber nicht zwingend so sein.

 

Versicherungsperiode

Die Versicherungsperiode ist der Zeitabschnitt, für den die Zahlung des Beitrags vereinbart ist.

 

Versicherungsschein

Auch Versicherungspolice (in Österreich Polizze) genannt. Der Versicherungsschein dokumentiert den zustande gekommenen Versicherungsvertrag und gilt auch als Urkunde und Nachweis über den Versicherungsschutz.

 

Versorgungslücke

Als Versorgungslücke bezeichnet man im allgemeinen die Differenz zwischen der gewünschten bzw. benötigten finanziellen Absicherung und der tatsächlichen Versorgung. Beispiel ist die Differenz zwischen der gesetzlichen Rente und dem tatsächlichen Bedarf.

 

Vertrauensschadenversicherung

Eine Vertrauensschadenversicherung entschädigt, wenn einem Unternehmen durch kriminelle Aktivitäten von Vertrauenspersonen Vermögensverluste entstehen. Beispiel: Wenn ein  Mitarbeiter Geld unterschlägt oder das Unternehmen sabotiert.

 

Verweisung

Die Verweisung ist eine Klausel aus der Berufsunfähigkeitsversicherung. Mit dieser Klausel prüft der Versicherer, ob der Kunde aufgrund seines Berufes- oder seiner Kenntnisse und Fähigkeiten noch eine andere Beschäftigung ausüben kann. Gibt es nachweislich einen gleichwertigen Beruf, in dem der Kunde tätig sein kann, muss der Versicherer nie vereinbarte Rente nicht zahlen und kann den Kunden auf diesen Beruf verweisen.

Die Verweisung is eine Klausel, die früher in vielen BU-Verträgen vorhanden war. Heutzutage gibt es so gut wie keine Anbieter am Markt mehr, die diese Klausel verwenden.

Vollkaskoversicherung