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Was man vor dem Wechsel der KFZ-Versicherung beachten sollte

Alle Jahre wieder startet zum Jahresende der KFZ-Rausch. Experten im Fernsehen versprechen Einsparungen in Höhe von mehreren hundert Euro . Wie bei sovielen Dingen gilt auch hier: Kann sein, muss aber nicht. Wer seine KFZ-Versicherung wechselt, sollte genau hinschauen, ob er wirklich spart...

 

1. Leistungen prüfen

 

Prüft das Euch vorliegende Angebot dahingehend, ob Ihr nach dem Wechsel auch die gleichen Leistungen versichert habt. Denn wer Leistungen aus seinem Vertrag herausstreicht, zahlt natürlich am Ende weniger als vorher. Insbesondere bei den folgenden Punkten sollte man aufpassen:

  • Selbstbeteiligung
  • Wildunfälle (siehe Video)
  • Marderbiss
  • Verzicht auf Einwand der groben Fahrlässigkeit

2. Sparpotential prüfen

 

Gerne werden mehrere hundert Euro an Einsparungen versprochen, oft trifft dies aber nur auf eine relativ begrenzte Anzahl an Kunden zu; oftmals sind die Einsparungen deutlich geringer. Rechnet durch, ob sich der Wechsel für Euch wirklich lohnt - für eine jährliche Ersparnis von 10 Euro lohnt sich der ganze Aufwand sicher nicht.

 


3. Die besten Angebote findet man beim Vergleichsportal, oder?

 

Der erste Weg des wechselwilligen KFZ-Versicherungskunden führt mittlerweile zum Online-Vergleichsportal. Was aber viele nicht wissen: Auch diese Online-Vergleiche bieten keinen umfassenden Marktüberblick, da dort nicht alle Versicherer gelistet sind. Man bekommt dort einen Ausschnitt angeboten, der von den entsprechenden Portalen auch beeinflusst sein kann. Denn überraschender Weise verdienen diese Portale ihr Geld mit der Vermittlung von - na klingelts? - Richtig: Versicherungsverträgen. Heisser Tipp:

Es kann sich lohnen, beim aktuellen Versicherer nachzufragen, ob es neue Tarife gibt, die günstiger als die bestehenden sind. In aller Regel kann man dann sogar sparen, ohne den Versicherer zu wechseln.

 

4. Wann kann ich überhaupt wechseln?

 

Für die allermeisten Autofahrer ist der 30. November der Stichtag, an dem die Kündigung beim Versicherer eingegangen sein muss, denn hier ist das Kalenderjahr gleich dem Versicherungsjahr, welches am 31.12. endet. Allerdings haben einige wenige Versicherer unterjährige Vertragslaufzeiten; beispielsweise vom 1. Juni eines Jahres bis zum 30.6. des Folgejahres. Aus diesem Grund sollte Ihr genau prüfen, ob Euer Vertrag auch auch wirklich zum Jahresende ausläuft.

 

5. Nicht bei der Fahrleistung schummeln

 

Oft bekommt man als Tipp zum Sparen bei der KFZ-Versicherung zu hören, man solle eine geringere jährliche Fahrleistung angeben, als tatsächlich im Jahr zurückgelegt werden. Auf jeden Fall ist dies keine gute Idee: Stellt der Versicherer fest, dass man bei der Fahrleistung nicht die Wahrheit gesagt hat, kann der Versicherer im Schadensfall Leistungen kürzen und Prämiennachforderungen stellen. Gleiches gilt auch für die Falschangabe bei der Anzahl der Fahrer, und des Nutzerkreises.

 

Fazit: Schauen Sie genau, ob Sie wirklich beim Wechsel der Versicherungs sparen können: Sie die Leistungen identisch, stimmen die Angaben über Fahrerkreis, Fahrleistung usw? Verlassen Sie sich nicht auf die Ergebnisse von Online-Vergleichsportalen; ein Anfrage bei der aktuellen Versicherung kann hier schon einiges an Einsparungen bringen.

 


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