Grundfähigkeitsversicherung

Eigentlich sagt der Name schon alles aus: Bei einer Grundfähigkeitsversicherung werden grundlegende Fähigkeiten versichert; beispielsweise Sahen, Sprechen, Hören, gehen usw. Wer eine oder mehrere dieser Fähigkeiten verliert, erhält eine vorab fest vereinbarte Rente ausgezahlt. Wann genau eine der Grundfähigkeiten als verloren gilt, regeln die Versicherungsbedingungen der Anbieter recht unterschiedlich. Auch gibt es keine einheitliche Regelung, wieviel Fähigkeiten als verloren gelten müssen, damit der Rente auch ausgezahlt wird.

 

Thomas Renker - Versicherungsmakler Rüsselsheim - Beratung Grundfähigkeitsversicherung - Versicherungsmakler Groß-Gerau


Eine Grundfähigkeitsversicherung ist eine Art von Versicherung, die darauf abzielt, Personen im Falle eines Verlustes von grundlegenden Fähigkeiten finanziell abzusichern. Im Gegensatz zu anderen Versicherungsarten wie der Berufsunfähigkeitsversicherung, die oft auf den Verlust der Fähigkeit zur Ausübung eines bestimmten Berufs abzielt, deckt die Grundfähigkeitsversicherung Verluste von grundlegenden körperlichen oder geistigen Fähigkeiten ab, wie zum Beispiel das Sehvermögen, das Hörvermögen, die Fähigkeit zu sprechen oder zu gehen. Im Falle eines solchen Verlustes zahlt die Versicherung eine vorher vereinbarte Summe aus, um die finanziellen Belastungen abzufedern. Eine Grundfähigkeitsversicherung kann für Personen sinnvoll sein, die kein hohes Risiko für Berufsunfähigkeit haben, aber dennoch eine Absicherung für den Verlust von grundlegenden Fähigkeiten wünschen oder einen solch riskanten beruf ausüben, dass die Prämie einer BU zu hoch ist.
Eine Rente wird bei den meisten Anbietern nur ausgezahlt, wenn man die Grundfähigkeit für mindestens 12 Monate verliert. Hierbei unterscheidet sich die Grundfähigkeitsversicherung von der BU: Hier langt eine Berufsunfähigkeit von mindestens sechs Monaten.

 

BU bleibt erste Wahl

 

Die Grundfähigkeitsversicherung ist nicht die erste Wahl, wenn es um die Absicherung der Arbeitskraft geht, da die BU-Versicherung einen umfassenderen Schutz bietet - beispielsweise fallen bei der Grundfähigkeitsversicheurng psychische Ursachen komplett unter den Tisch. Allerdings ist eine Grundfähigkeitsversicherung in der Regel auch deutlich günstiger, als eine BU. Insbesondere für Kunden, die körperlich schwere Tätigkeiten ausüben, kann eine Grundfähigkeitsversicherung interessant sein, da sich dieser Personenkreis mit sehr hohen Prämien in der BU-Versicherung konfrontiert sieht.

 

Wann gilt eine Grundfähigkeit als verloren?

 

Hier wird es interessant, weil dies ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Beispiel gefällig: Für den einen Anbieter ist es für den Verlust der Fähigkeit, die Hände zu gebrauchen, ausreichend, wenn die versicherte Person weder mit der rechten, noch mit der linken Hand die Schere greifen und benutzen kann. Für den anderen Versicherer ist es ausreichend, wenn die versicherte Person mit einer Hand nicht mehr den Schraubverschluss einer Flasche öffnen kann. Andere wiederum prüfen, ob man noch einen Schraubenzieher benutzen kann.

 

Um aus dem Angebot der Grundfähigkeitsversicherungen herauszustechen,  versichern einige Unternehmen mittlerweile sogar Fertigkeiten wie Autofahren. Teilweise ist sogar der Verlust von Fahrlizenzen für Bus und/oder LKW versichert - das stellt sogar fast - mit Einschränkungen - eine BU für Berufskraftfahrer da.