Willkommen im Policenschreck-Blog

 

 

Hier sind Sie richtig, wenn Sie Tipps, Tricks und Erfahrungen aus der großen Welt der Versicherungswirtschaft suchen. Nein, Versicherungen werden hier nicht hochgejubelt, sondern kritisch betrachtet und bewertet, denn nicht alles was es auf dem Markt gibt, macht auch Sinn und gehört in den heimischen Versicherungsordner. 

Die drei aktuellsten Artikel:

Richtig versichert während des Auslandssemesters

Ein Auslandssemester gehört mittlerweile bei vielen Studiengängen zum guten Ton und wird auch von Arbeiternehmern wohlwollend zu Kenntnis genommen. Neben der Verbesserung der eigenen Fremdsprachenkenntnissen zählt auch das Kennenlernen einer fremden Kultur zu den Vorteilen eines Auslandsaufenthaltes. Aber wie sieht es mit den Versicherungen aus? Welche brauche ich, muss ich Verträge kündigen? Der Policenschreck gibt in diesem Blogbeitrag einen Überblick.

 

Die wichtigste aller Versicherungen - sowohl im Inland, als auch im Ausland - ist die Krankenversicherung. Wer innerhalb der europäischen Union sein Auslandssemester absolviert, braucht theoretisch nichts zu tun: Wer in Deutschland gesetzlich krankenversichert ist, dem stehen in den EU-Mitgliedsländern medizinische Leistungen zu. Die notwendigen Informationen befinden sich auf der "normalen" Versichertenkarte, die man von seiner Krankenkasse erhält. Hierbei sollte man allerdings beachten, dass die Behandlungskosten nur in der Höhe erstattet werden, wie sie in Deutschland angefallen wären; mögliche Mehrkosten würden zu Lasten des Versicherten gehen.

 

In einem "normalen" Fall würde man hier den Abschuss einer Auslandsreisekrankenversicherung empfehlen. Diese ist aber nur für Auslandsaufenthalte bis zu 6 Wochen gültig - eindeutig zu kurz für ein Auslandssemester.  

 

Spezialangebote für Schüler und Studenten

 

Die Lösung für dieses Problem sind Spezialtarife für Schüler und Studenten.Diese sind auf die Bedürfnisse der Studenten und die Dauer der Auslandsaufenthaltes abgestimmt. Achten Sie darauf: Für den Aufenthalt in Mexiko, den USA und Kanada benötigen Sie andere Tarife, als für den Aufenthalt im EU- oder Schengen-Raum.

 


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Warum ich lieber Berater als Verkäufer bin

Es kommt immer mal wieder vor, dass bei mir das Telefon klingelt und ein "Head-Hunter" am anderen Ende der Leitung dran ist und einem etwas von einem tollen Angebot einer Vertriebsgesellschaft oder einer anderen Versicherung erzählt, die mich unbedingt haben will. Warum ich da selbst bei den größten und schönsten Versprechungen ( die am Ende eh meistens Schall und Rauch sind) widerstehe, erkläre ich in dem heutigen Blogbeitrag.

 

Begonnen habe ich meine Karriere in der Finanzdienstleistung 2005 bei der Deutschen Krankenversicherung (DKV). Zunächst einmal war ich froh, nach meinem abgebrochenen BWL-Studium ein Unternehmen gefunden zu haben, dass einen nicht mehr ganz taufrischen Studienabbrecher einstellt.

 

Ich stand hinter dem Unternehmen und den Produkten - wusste allerdings auch genau, das es mit dem Preis/Leistungsverhältnis nicht immer toll aussah. Deshalb hatte ich auch manchmal im Kundengespräch ein flaues Gefühl im Magen, da ich damals schon ahnte, aber es nicht genau wusste: Da gibts was Besseres. An diesem Punkt zeigt sich auch der Unterschied zwischen einem Verkäufer und einem Berater: Ein Verkäufer verdient(e) im Versicherungsvertrieb Geld, der Berater eher nicht, weil er dem Kunden auch mal von einem Vertrag abriet.

Im Jahre 2007 wechselte ich dann zu einer Vertriebsgesellschaft, wo ich als "Mehrfachagent" (cooler Begriff übrigens) Zugriff auf 150 Versicherungsgesellschaften und deren Produkte hatte. Hier hatte ich zwar ein besseres Gefühl beim Kunden, allerdings auch überhaupt das Problem, überhaupt zum Kunden zu kommen, da der Bekanntheitsgrad von mir und dem Unternehmen praktisch bei Null lag. Aber immerhin waren hier die Zeiten von den unsäglichen Verkaufswettbewerben wie "Unfallwochen" oder "Bausparwochen" vorbei; hier musste nichts mehr verkauft werden, was der Kunde nicht brauchte, nur damit die Zahlen stimmen.

 

Gezwungener Maßen musste ich mich 2013 von diesem Unternehmen verabschieden und entschied mich dann nach einigen Gesprächen für die Volksfürsorge (mittlerweile Geschichte). Für die Vofü sprachen: Ein Fixum, ein Versicherungsbestand direkt vor der Haustür und moderne IT und Beratungstechnologie. Wohl fühlte ich mich dort aber nie: Man war wieder im klassischen Versicherungsverkauf gelandet mit Steinzeit-Vertriebsmethoden ( Freitag Nachmittag Telefonstunde(n): Die Kundenlisten durchtelefonieren, um einen Termin zu erhaschen. Beim Kunden angekommen, musste man dann die viel zu teuren und kaum rabattierbaren Generali-Tarife an den Mann bringen, obwohl man jetzt wusste, das es billiger und besser ging.

 

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Wenn der Apotheker Versicherungstipps gibt...

Es gibt Zeitschriften, die keiner kauft, und dennoch eine riesige Auflage haben: Die ADAC-Motorwelt, die Bäckerblume und: Die Apotheken-Umschau. Solange hier Eigenwerbung für Apotheken betrieben wird und der ein oder andere Gesundheitstipp gegeben wird, ist das ja auch noch ok. Wenn man aber in andere Fachgebiete abschweift wird und ohne tiefere Kenntnisse der Materie gefährliche Tipps von selbsternannten Experten gegeben werden, wird es gefährlich. Das sieht man in der August-Ausgabe der Apotheken-Umschau.

 

Kritisch schaut uns die Dame im gestreiften Pullover vom Cover des Fachmagazins "Apotheken-Umschau" an: Ihr Blick sagt: "Brauche ich diese Versicherungen alle wirklich"? Gut, dass die Apotheken-Umschau sich in der Titelgeschichte der Ausgabe 8/2017 mit dem Thema "Gut versichert - Welche Policen sinnvoll sind" beschäftigt.

 

Ob das Studium des Artikels dem Covergirl hilft, wage ich mal zu bezweifeln. Zunächst widmet sich der Autor des Artikels dem Grund, warum wir Deutschen Versicherungsweltmeister sind und vermutet, dass wir Deutschen vor allem Angst haben, "was wir nicht kennen, was nicht alltäglich ist und was nicht freiwillig geschieht" . Nach einem Exkurs zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und dem Hinweis, das Rauchen ungesund ist und Handyversicherungen unnütz sind, sind immerhin Schonvier Seiten gefüllt, ohne das der Leser viel schlauer ist, als vorher.

 

Immerhin, die fünfte Seite des Artikel ist überschrieben mit "Diesen Schutz brauchen Sie wirklich" - jetzt werden wir etwas schlauer, oder?

 

Nun: angesprochen werden: Berufsunfähigkeit (laut Autor: sinnvoll), Pflegezusatz (Sinnvoll, bitte keine Pflegerente), Risikolebensversicherung (sinnvoll), Krankentagegeld (für GKV-Versicherte meist überflüssig - Anmerkung: Dieser Rat wäre eine Haftungsfalle für Makler und Vertreter), Auslandsreisekrankenversicherung ( sinnvoll) und Unfallversicherung ( überflüssig - ebenso Haftungsfalle für Makler und Vertreter)

 

Hausrat? Haftpflicht? - Fehlanzeige...

 

Wer Informationen zu weiteren Verträgen wie Hausrat, Haftpflicht oder Wohngebäude sucht, wird enttäuscht. Auf Seite 17 ist Schluss. Altersvorsorge gibt es nicht, von betrieblicher Altersvorsorge hat die Apotheken-Umschau wohl noch nichts gehört. Immerhin wird auf Seite 17 von der Expertin der Verbraucherzentrale Hamburg noch mitgeteilt, dass Sterbegeldversicherungen überflüssig sind (stimme ich zu). Allerdings Sachverträge fast weitgehend aus diesem Artikel auszuklammern finde ich schon etwas merkwürdig.

 

Der "Klopper der Woche"

 

Nochmals wird der Unsinn wiederholt, dass eine Unfallversicherung überflüssig ist, wenn man eine Berufsunfähigkeitsversicherung hat - meiner Meinung nach, der fachlich größte Fehler in diesem Artikel. Eine Unfallversicherung leistet, wenn man nach einem Unfall bleibende Schäden zurückbehält. Das heißt aber noch lange nicht, das man berufsunfähig oder gar erwerbsunfähig ist. Insbesondere wenn man sportlich aktiv ist, ist eine Unfallversicherung notwendig. Auch ein wichtiger Grund: Die Unfallversicherung ist die einzige Versicherung, die Bergungskosten zahlt. Wer beispielsweise im Gebirge aus unwegsamen Gelände mittels Hubschrauber geborgen werden muss, bleibt ohne Unfallversicherung auf diesen kosten sitzen.

 

Weitere Fehler in der Denkweise: Eine Unfallversicherung zahlt in der Regel eine größere Summer als Versicherungsleistung (Invaliditätsleistung ) aus. Mit dieser Einmalleistung sollte eigentlich bei schweren Beeinträchtigungen Umbauten im Haus oder am Auto vorgenommen werden. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung hingegen zahlt eine monatliche Rente, mit der die Lebenshaltung bestritten werden soll. Insgesamt ist dieser Ratschlag als äußerst fragwürdig zu bezeichnen. 

 

Leider oder Gott Sei Dank ist der Artikel an dieser Stelle zu Ende - weitere Infos gibt es nicht, der Leser bleibt etwas ratlos zurück. 

 

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