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Gesundheitsfragen richtig beantworten

Möchte man eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder eine Private Krankenversicherung abschliessen, muss man im Antrag Gesundheitsfragen beantworten - und zwar nicht nur eine, sondern von der Versicherungsart abhängig bis zu 20 Fragen. Hier gilt es zum einen genau zu sein und gut aufzupassen, dass es später nicht zu Probleme kommt.

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Was darf der Versicherer alles fragen ?

 

Kurz und knapp: Der Versicherer darf Dich alles fragen - und Du musst auch wahrheitsgemäß antworten. Notlügen sind hier nicht erlaubt; vergessen gilt hier auch nicht. 

 

Warum will der Versicherer das alles von mir wissen ?

 

Der Versicherer stellt diese Fragen, um einschätzen zu können, ob man Dir einen Vertrag anbieten kann und zu welchen Konditionen das möglich ist. Als Ergebnis kann stehen: Annahme ohne Erschwernis, Annahme mit Risikozuschlag, Annahme mit Leistungsausschluss oder Ablehnung des Antrags.

 

Was passiert, wenn ich nicht die Wahrheit sage ? - Ich will doch den Vertrag unbedingt haben...

 

Die Fragen müssen korrekt und wahrheitsgemäß beantwortet werden, denn im Leistungsfall - also wenn man berufsunfähig oder krank wird, geht es um viel Geld. Falschangaben im Antrag kommen in der Regel immer raus was zur Folge haben kann, dass die Versicherung am Ende die Leistung verweigert.

 

Problem: Ungenaue Fragen

 

VieleAntragsformulare haben ein Problem: Die Fragen sind ungenau oder missverständlich gestellt - Der Kunde versteht sie falsch und macht deshalb unbewusst falsche Angaben. So fallen beispielsweise unter "Störungen und Beschwerden der Atmungsorgane" streng genommen auch ein Husten. Muss man das jetzt angeben ?

 

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Hilfe beim Ausfüllen

 

Sinnvoll ist es, sich von den eigenen Ärzten die Patientakten herausgeben zu lassen um deren Inhalt mit der eigenen Erinnerung abzugleichen. Auch da kann es durchaus Überraschungen geben, da sich das, was die Ärzte aufgeschrieben haben und was man selbst in Erinnerung hat, nicht immer deckungsgleich ist. Im Leistungsfall werden aber die Versicherungsgesellschaften die Patientenakten auch genau prüfen - gibt es da Widersprüche zu den beantworteten Antragsfragen, kommt man unter Umständen in Erklärungsnot. Auch die gesetzliche Krankenversicherung stellt ihren Versicherten sogenannte Patientquittungen aus; auch dies kann wertvolle Informationen liefern. 

Hinweis: Vor der Anforderung der Patienakte sollte man die Kosten erfragen; 50 Cent pro Kopie dürfen Ärzte und Klinken berechnen - bei einer dicken Akte kann das schon mal etwas teuer werden.

 

Nur auf die Fragen antworten - nicht mehr

 

Zwar muss man bei der Beantwortung der Fragen genau und korrekt sein, aber sollte man auch tatsächlich nur die Fragen beantworten, die gestellt werden und keine Informationen darüber hinaus liegen. Unter Umständen ziehen Versicherer dieses Informationen auch zur Risikobewertung heran, was unter Umständen von Nachteil sein kann.

 

Ich nehme das nicht so genau - Was kann mir schon passieren?

 

Eins vorneweg: Schummeleien kommen fast immer raus, denn der Versicherer kann bei Ärzten, Krankenhäusern, Krankenkassen und anderen Versicherern nachfragen - spätestens hier fallen die Falschangaben auf.

Wen Kunden absichtlich falsche Angaben gemacht haben, kann der Versicherer der Vertrag bis zu 10 Jahre nach Abschluss wegen arglistiger Täuschung anfechten. Das ist selbst dann möglich, wenn die verschwiegene Erkrankung nichts mit dem Versicherungsfall zu tun hat. Die Folge: Vertrag und gezahlte Beiträge sind futsch, gezahlte Leistungen müssen zurückerstattet werden.

 

Aber auch wer aus Versehen falsche Angaben macht, muss mit Konsequenzen rechnen: Dies geht von der Kündigung des Vertrages bis zu einem rückwirkend geltenden Risikozuschlag, der nachgezahlt werden muss bis zu einer Reduzierung der Versicherungsleistung.

 

Wie der Versicherer hier vorgeht, hängt davon ab, wie schwer die Fahrlässigkeit bewertet wird und ob der Versicherer den Antrag überhaupt angenommen hätte, wenn er von der verschwiegenen Erkrankung gewusst hätte.

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