· 

Sterbegeldversicherung - Sinnvoll oder nicht ?

 

Was passiert eigentlich finanziell, wenn man stirbt?
Eine Frage, die viele gerne verdrängen – die aber für Angehörige schnell zur Belastung werden kann.

Denn: Eine Beerdigung kostet in Deutschland oft mehrere tausend Euro. Und seit die gesetzliche Krankenversicherung kein Sterbegeld mehr zahlt, müssen Familien diese Kosten selbst tragen.

Genau hier kommt die Sterbegeldversicherung ins Spiel. Sie verspricht, die Hinterbliebenen zu entlasten und für finanzielle Sicherheit zu sorgen. Doch lohnt sich das wirklich – oder ist es am Ende ein teures Geschäft für Versicherer?

In diesem Ratgeber erfährst du verständlich und ehrlich, ob eine Sterbegeldversicherung sinnvoll ist, wann sie sich lohnt und welche Alternativen du kennen solltest. 

 

Versicherungsmakler Rüsselsheim - Policenschreck - Thomas Renker

💡 Was ist eine Sterbegeldversicherung?

Eine Sterbegeldversicherung ist eine spezielle Form der Lebensversicherung.
Sie zahlt im Todesfall eine feste Summe (z. B. 5.000–15.000 €), die die Bestattungskosten decken soll.

👉 Wichtig zu wissen:
Seit 2004 gibt es kein gesetzliches Sterbegeld mehr von der Krankenkasse. Die Kosten tragen Angehörige selbst.

 

💸 Wie teuer ist eine Beerdigung?

Die Kosten für eine Bestattung in Deutschland liegen aktuell bei etwa:

  • einfache Beerdigung: ca. 6.000 €
  • durchschnittlich: 8.000–12.000 €
  • aufwendig: bis zu 15.000 € oder mehr

 

👉 Genau hier setzt die Sterbegeldversicherung an: Sie soll die Familie finanziell entlasten.

 

⚖️ Ist eine Sterbegeldversicherung sinnvoll?

✅ Sinnvoll kann sie sein, wenn:

  • du keine Rücklagen hast
  • deine Familie finanziell entlastet werden soll
  • du im höheren Alter bist und nicht mehr sparen kannst
  • du Wert auf eine sofort verfügbare Auszahlung legst

👉 Besonders für ältere Menschen ohne Ersparnisse kann sie eine Lösung sein.

 

❌ Weniger sinnvoll ist sie, wenn:

  • du jung bist und noch sparen kannst
  • du bereits Rücklagen hast
  • du die Beiträge langfristig zahlst (→ oft teuer)
  • du flexibel bleiben möchtest

👉 In vielen Fällen zahlst du mehr Beiträge ein, als später ausgezahlt wird.

 

🧮 Beispiel: Warum sich viele Verträge nicht rechnen

Angenommen:

  • monatlicher Beitrag: 30 €
  • Laufzeit: 25 Jahre

👉 Gesamteinzahlung: 9.000 €
👉 Versicherungssumme: 8.000 €

➡️ Ergebnis: Du hast mehr eingezahlt als deine Angehörigen erhalten.

 

🔄 Welche Alternativen gibt es?

 

1. Eigenes Sparen (oft die beste Lösung)

  • Tagesgeldkonto oder Sparkonto
  • volle Kontrolle über dein Geld
  • jederzeit verfügbar

👉 Vorteil: Kein Risiko, draufzuzahlen.

 

2. Treuhandkonto für Bestattung

  • Geld wird zweckgebunden hinterlegt
  • schützt vor Zugriff (z. B. durch Sozialamt)

 

3. Bestattungsvorsorgevertrag

  • direkt beim Bestatter abschließen
  • Leistungen und Kosten werden vorab geregelt

⚠️ Worauf du bei einer Sterbegeldversicherung achten solltest

Wenn du dich dafür entscheidest, prüfe unbedingt:

  • Wartezeit (oft 12–36 Monate!)
  • Gesundheitsprüfung
  • Beitragsdauer (lebenslang oder begrenzt?)
  • Gesamtkosten vs. Auszahlung
  • Inflationsausgleich

👉 Viele Verträge wirken günstig – sind aber langfristig teuer.

 

🧠 Fazit: Sterbegeldversicherung – ja oder nein?

Die Antwort lautet: Es kommt darauf an.

  • ✔ Sinnvoll: bei fehlenden Rücklagen und im höheren Alter
  • ❌ Weniger sinnvoll: für junge Menschen oder bei vorhandenen Ersparnissen

👉 In den meisten Fällen ist selbst sparen die bessere und günstigere Lösung.

 

🔍 Häufige Fragen (FAQ)

 

Wie hoch sollte eine Sterbegeldversicherung sein?

Meist zwischen 5.000 und 15.000 €, abhängig von deinen Wünschen.

 

Gibt es eine Auszahlung ohne Wartezeit?

Ja, aber oft nur mit Gesundheitsprüfung oder höheren Beiträgen.

 

Kann ich eine Sterbegeldversicherung kündigen?

Ja – aber oft mit finanziellen Verlusten.


Versicherungsmakler Rüsselsheim - Policenschreck - Thomas Renker - Versicherungen Rüsselsheim