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BU-Nachversicherung: Lebensretter im Notfall

Du glaubst, mit deiner Berufsunfähigkeitsversicherung auf der sicheren Seite zu sein? Dann gehörst du vermutlich zu den vielen Versicherten, die erst im Ernstfall feststellen, dass ihre BU-Rente hinten und vorne nicht reicht. Was als solide Absicherung beginnt, bleibt oft über Jahre unverändert – während Einkommen, Lebensstandard und Fixkosten steigen. Genau hier liegt die größte, aber meist übersehene Schwachstelle: die fehlende Nutzung der Nachversicherung. Warum sie der Schlüssel zu echter finanzieller Sicherheit ist und wie du verhinderst, dass deine BU zur teuren Mogelpackung wird, erfährst du in diesem Beitrag.

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Kernproblem: zu geringe BU-Renten

Im Markt liegen die durchschnittlichen BU-Renten lediglich bei 1.000 bis 1.500 Euro. Das reicht im Ernstfall nicht aus, um den bisherigen Lebensstandard zu sichern. Besonders kritisch:

  • Wegfall der Entgeltpunkte in der gesetzlichen Rentenversicherung → erhöhtes Risiko für Altersarmut

  • Weiterzahlung der Krankenversicherungsbeiträge:

    • Gesetzlich: ca. 20 % der BU-Rente

    • Privat: voller Beitrag

Der oft genannte Richtwert, dass 75 % des Nettoeinkommens ausreichen würden, wird als Mythos entlarvt.

 

Bedarf wird selten richtig abgesichert

 

Gerade beim Vertragsabschluss – etwa als Schüler, Azubi oder Student – ist die BU-Rente meist gedeckelt (ca. 1.300–2.000 €). Später, wenn das Einkommen steigt, passieren zwei klassische Fehler:

  1. Beitragsdynamik wird reduziert oder gekündigt, weil der Vertrag „schon wieder teurer“ wird.

  2. Nachversicherungsgarantien werden nicht genutzt – obwohl sie bei vielen Anbietern z. B. bei Berufseintritt möglich sind.

Damit bleibt die BU-Rente dauerhaft zu niedrig.

Nachversicherung: Die große verpasste Chance

Die Nachversicherung ermöglicht es, die BU-Rente später ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen – etwa bei:

  • Berufseintritt

  • Gehaltssprüngen

  • Heirat oder Geburt eines Kindes

Psychische Erkrankungen: Hauptrisiko, große Hürden

 

Psychische Erkrankungen sind heute die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit. Gleichzeitig tun sich Versicherer mit der Risikobewertung schwer, weil:

  • Heilungsverläufe schwer prognostizierbar sind

  • Rückfallrisiken bestehen

Eine gute BU zeichnet sich aus durch:

  • Beitragsstabilität

  • Finanzstärke des Anbieters

  • Flexible Nachversicherungs- und Dynamikoptionen

  • Möglichkeiten wie Beitragspausen bis zu 24 Monate (z. B. Elternzeit)

Fazit:

 

Eine BU-Versicherung ist kein „Abschluss-und-vergessen“-Produkt.
Erst durch regelmäßige Anpassung und konsequente Nutzung der Nachversicherung wird sie zu einer echten Existenzabsicherung. Vermittler und Versicherte müssen gemeinsam darauf achten, dass die BU-Rente mit dem Leben – und dem Einkommen – mitwächst

 

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