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Tschüss Hotel Mama, hallo WG!

Der Einzug in die erste eigene Wohnung ist aufregend – und für viele Studierende bedeutet das: ab in die Wohngemeinschaft! Endlich selbstständig sein, Partys mit Freunden feiern, die Freiheit genießen – und das alles mit geteilten Kosten. Doch neben Sofa vom Flohmarkt, WG-Küche und Putzplan gibt es auch einiges, das ihr beachten solltet, damit das Abenteuer „erste WG“ nicht in Stress oder teuren Überraschungen endet.

 

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1. Der Mietvertrag: Gemeinsam wohnen, gemeinsam haften

Bevor ihr die Schlüssel in der Hand haltet, geht es um den Mietvertrag – und hier gibt es verschiedene Modelle:

  • Alle als Hauptmieter: Alle WG-Mitglieder unterschreiben gemeinsam. Vorteil: Ihr habt gleiche Rechte. Nachteil: Zahlt jemand seine Miete nicht, kann der Vermieter das Geld von den anderen fordern.
  • Hauptmieter + Untermieter: Eine Person übernimmt die Verantwortung und vermietet Zimmer an die Mitbewohner weiter. Vorteil: Flexibler bei Mieterwechsel. Nachteil: Der Hauptmieter trägt die volle Verantwortung.
  • Jeder mit eigenem Vertrag: Vor allem bei Wohnungsunternehmen beliebt. Jeder hat sein eigenes Zimmer im Vertrag. Vorteil: Mieterwechsel sind unkompliziert. Nachteil: Oft teurer, da möbliert und mit Aufschlägen.

💡 Tipp: Sprecht beim Einzug direkt an, wie ihr mit künftigen Auszügen umgeht und haltet das im Vertrag fest. So gibt es später keinen Streit.

 

2. Achtung Abzocke: Betrüger erkennen

WG-Zimmer sind heiß begehrt – das wissen leider auch Betrüger. Seid vorsichtig, wenn…

  • der Anbieter Geld verlangt, bevor ihr die Wohnung überhaupt gesehen habt,
  • sensible Daten wie Ausweis oder Bankverbindung schon vor Vertragsabschluss gefordert werden,
  • Geld auf ein ausländisches Konto überwiesen werden soll.

👉 Regel Nummer eins: Niemals Geld zahlen, bevor ihr nicht persönlich besichtigt und den Mietvertrag unterschrieben habt!

 

3. Anmeldung nicht vergessen

Nach dem Einzug müsst ihr euch innerhalb von zwei Wochen beim Bürgeramt anmelden. Ob das WG-Zimmer Haupt- oder Zweitwohnsitz ist, hängt davon ab, wo euer Lebensmittelpunkt liegt. Aber Achtung: Manche Städte verlangen für den Zweitwohnsitz eine Steuer – in Berlin sind das bis zu 20 % der Kaltmiete. Das kann richtig teuer werden. Oft lohnt es sich daher, die WG als Hauptwohnsitz anzugeben.

Und nicht vergessen: Die Rundfunkgebühr fällt nur einmal pro WG an. Am besten gleich klären, wer überweist – und alle anderen zahlen ihren Anteil.

 

 

4. Versicherungen: Was Ihr wirklich braucht

Viele Studierende sind bis zum 25. Geburtstag oder bis zum Ende der Ausbildung noch über die Eltern versichert – z. B. in der Kranken- oder Privathaftpflichtversicherung. Letztere ist besonders wichtig, denn sie springt ein, wenn ihr zum Beispiel versehentlich den Laptop eures Mitbewohners zerstört.

Bei der Hausratversicherung sieht es etwas anders aus:

  • Zieht ihr offiziell komplett aus dem Elternhaus aus, seid ihr nicht mehr automatisch mitversichert.
  • Dann kann eine eigene Hausratversicherung sinnvoll sein – vor allem, wenn ihr wertvolle Dinge wie Laptop, Handy oder Fahrrad absichern wollt.
  • Für WGs gibt es sogar spezielle Tarife.

👉 Wenn eure Einrichtung nur aus einem alten Ikea-Regal und dem WG-Sofa besteht, könnt ihr euch die Hausrat vielleicht sparen. Aber ein Fahrrad-Diebstahl kann richtig ins Geld gehen – hier ist eine eigene Absicherung oft sehr sinnvoll.

 

5. Nebenkosten und Energieverträge: Wer zahlt am Ende ?

Auch Strom, Gas und Internet laufen meist über den Hauptmieter. Das bedeutet: Er haftet gegenüber dem Anbieter – auch dann, wenn ein Mitbewohner längst ausgezogen ist und seine Rechnungen nicht beglichen hat. Sprecht also offen ab, wer welche Verträge übernimmt, und regelt die Kosten schriftlich, damit es später keine bösen Überraschungen gibt.

 

 

Fazit: Freiheit genießen – aber mit Sicherheit

Das WG-Leben ist ein unvergesslicher Abschnitt im Studium: neue Freundschaften, Unabhängigkeit und oft die besten Geschichten fürs Leben. Damit ihr diese Zeit unbeschwert genießen könnt, lohnt es sich, von Anfang an die wichtigen Themen wie Mietvertrag, Anmeldung und Versicherungen zu klären.

👉 Mein Tipp als Versicherungsmakler: Schaut frühzeitig, welche Absicherungen für euch persönlich Sinn machen. Oft reichen ein paar kleine, günstige Policen, um große finanzielle Risiken abzuwenden. So bleibt euch mehr Freiheit für das, was im Studium wirklich zählt: Lernen, Feiern und das Leben in vollen Zügen genießen. 

 

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