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Hund beißt Jogger - Wer zahlt ?

Ein kurzer Moment kann schnell mehrere Tausend Euro kosten

Ein entspannter Spaziergang mit dem Hund, ein Jogger läuft vorbei – und plötzlich schnappt der Hund zu oder bringt den Läufer zu Fall. Was viele Hundehalter nicht wissen: Für die Folgen müssen sie häufig auch dann aufkommen, wenn sie selbst keinen Fehler gemacht haben.

Die finanziellen Folgen können erheblich sein. Deshalb gehört eine Hundehalterhaftpflichtversicherung für jeden Hundebesitzer zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt.

 

Hundehalterhaftpflicht - Policenschreck - Thomas Renker - Versicherungen Rüsselsheim

Hundehalter haften oft auch ohne eigenes Verschulden

Nach deutschem Recht gilt für Hundehalter die sogenannte Gefährdungshaftung (§ 833 BGB). Das bedeutet:

Nicht entscheidend ist, ob Sie Ihren Hund gut erzogen haben oder ob Sie den Vorfall hätten verhindern können. Entscheidend ist allein, dass der Schaden durch das typische Verhalten eines Hundes entstanden ist.

Ein Beispiel:

Ein Jogger läuft an Ihrem angeleinten Hund vorbei. Ihr Hund erschrickt, springt zur Seite und der Jogger stürzt oder wird gebissen. Auch wenn Sie den Hund ordnungsgemäß an der Leine geführt haben, können Sie zum Schadenersatz verpflichtet sein

 

 

 


Welche Kosten können entstehen?

Viele denken zunächst nur an Schmerzensgeld. Tatsächlich können deutlich höhere Forderungen entstehen.

Je nach Verletzung können unter anderem anfallen:

  • Schmerzensgeld
  • Arzt- und Krankenhauskosten
  • Reha- und Behandlungskosten
  • Verdienstausfall
  • Kosten einer Haushaltshilfe
  • Kosten für notwendige Narbenkorrekturen
  • Schadenersatz für dauerhafte gesundheitliche Einschränkungen

 

Gerade bei schweren Verletzungen können schnell Forderungen im fünf- oder sogar sechsstelligen Bereich entstehen.

 

Wofür leistet die Hundehalterhaftpflicht?

Eine gute Hundehalterhaftpflicht übernimmt nicht nur berechtigte Schadenersatzforderungen.

Sie prüft zunächst,

  • ob überhaupt eine Haftung besteht,
  • ob die Forderung berechtigt ist,
  • und in welcher Höhe gezahlt werden muss.

Sind Ansprüche überhöht oder unberechtigt, wehrt der Versicherer diese auf eigene Kosten ab. Juristen sprechen dabei vom sogenannten passiven Rechtsschutz. Auch Anwalts- und Gerichtskosten werden dann übernommen.

Was viele Hundehalter nicht wissen

Der Versicherungsschutz besteht in der Regel auch dann, wenn Ihr Hund gerade von einer anderen Person ausgeführt wird – beispielsweise

  • Ihrem Partner,
  • den Kindern,
  • Freunden,
  • Nachbarn oder
  • einem Hundesitter.

 

Welche Personen genau mitversichert sind, hängt allerdings vom jeweiligen Tarif ab. Deshalb lohnt sich ein Blick in die Versicherungsbedingungen.

 

Ist eine Hundehalterhaftpflicht Pflicht?

Das ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Während einige Bundesländer eine Hundehalterhaftpflicht für alle Hunde vorschreiben, gilt sie in anderen Bundesländern nur für bestimmte Hunderassen oder als gefährlich eingestufte Hunde. Unabhängig von einer gesetzlichen Pflicht ist der Abschluss jedoch dringend zu empfehlen, denn die Haftung besteht auch ohne Versicherungsschutz.


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