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Nicht verboten, aber auch nicht erwünscht: Die Doppelversicherung

Versicherungen haben die blöde Eigenschaft, die Verträge zu kündigen, wenn man zu viele Schäden verursacht. Da wäre es doch eine clevere Idee, einfach zwei Versicherungen für ein Risiko abzuschliessen, und die Schadensfälle auf diese beiden Versicherungsverträge aufzuteilen? Keine schlechte Idee, aber woran die Überlegung hapert, erfahrt Ihr in diesem Blogbeitrag. 

Versicherungsmakler Rüsselsheim - Policenschreck - Thomas Renker

Doppelversicherung – clevere Idee oder teurer Fehler?

 

Versicherungen haben die „blöde“ Eigenschaft, Verträge zu kündigen, wenn man zu viele Schäden verursacht. Da könnte man ja auf die Idee kommen, einfach zwei Versicherungen für dasselbe Risiko abzuschließen und die Schadensfälle auf beide Verträge aufzuteilen. Klingt clever – funktioniert aber nicht. Warum diese Überlegung nicht aufgeht, erfährst du in diesem Beitrag.

 

Wie entsteht eine Doppelversicherung?

 

Nicht immer passiert eine Doppelversicherung absichtlich. Häufig entsteht sie ganz ungewollt – zum Beispiel, wenn ein Paar heiratet oder zusammenzieht und vergisst, die bestehenden Verträge zusammenzulegen. Typische Kandidaten sind:

 

  • Privathaftpflichtversicherung
  • Hausratversicherung
  • Rechtsschutzversicherung 

 Eine Doppelversicherung ist nicht nur unnötig teuer, sondern kann im Schadenfall auch für Ärger sorgen.

 

Was passiert im Schadenfall?

 

 

Hat man für dasselbe Risiko zwei Verträge bei unterschiedlichen Versicherern abgeschlossen, kann es im Schadenfall zu Verzögerungen kommen, weil sich die Versicherer untereinander abstimmen müssen. Für den Kunden ist das erst einmal nervig – rechtlich hat man aber grundsätzlich Anspruch auf Regulierung.

 

Wichtig zu wissen:

Man darf aus einer Doppelversicherung keinen finanziellen Vorteil ziehen. Der Schaden wird insgesamt nur einmal ersetzt – auch wenn zwei Policen bestehen. Die beteiligten Versicherer teilen sich die Kosten dann untereinander auf.

 

Vorsicht:

Wer versucht, einen Schaden bewusst doppelt abzurechnen, riskiert richtig Ärger. Das kann als Betrugsversuch gewertet werden und im schlimmsten Fall dazu führen, dass der Versicherungsschutz verloren geht.

 

Funktioniert die „Strategie“ mit zwei Versicherungen?

 

 Die Idee, Schäden einfach auf zwei Versicherungen zu verteilen, ist also von vornherein zum Scheitern verurteilt. Viele Versicherer fragen im Antrag ausdrücklich, ob bereits ein gleichartiger Versicherungsschutz besteht. In der Praxis lehnen viele Gesellschaften solche Anträge ab oder weisen zumindest darauf hin, dass im Schadenfall nur anteilig gezahlt wird. Ein „doppelter Schutz“ mit doppelter Leistung ist rechtlich nicht möglich.

 

 

  

Doppelversicherung vermeiden – so gehts

 

Doppelversicherungen sollte man möglichst vermeiden. Ein kurzer Check vor Vertragsabschluss spart bares Geld. Besonders häufig passiert das bei günstigen Policen, die man selten braucht, zum Beispiel bei der Auslandsreisekrankenversicherung.

 

Steht eine Hochzeit oder der Umzug in die erste gemeinsame Wohnung an, lohnt sich ein gemeinsamer Versicherungs-Check. Meist lassen sich doppelte Verträge problemlos beenden – in der Regel der jüngere Vertrag.

 

Podcast: Die Doppel- oder Mehrfachversicherung

 


 

👉 Tipp aus der Praxis:

Ein regelmäßiger Versicherungs-Check hilft nicht nur, Doppelversicherungen zu vermeiden, sondern auch überflüssige oder veraltete Policen loszuwerden. Oft lässt sich dabei sogar Beitrag sparen – ohne auf wichtigen Schutz zu verzichten.

Versicherungsmakler Rüsselsheim - Policenschreck - Thomas Renker