Schock für Kunden mit Riester-Banksparplänen: Das Landgericht Tübingen hat entschieden, dass Negativzinsen in riester-Banksparplänen rechtens sind. Die Kritiker der Riester-Rente sind auch nicht fern, und hauen wieder auf die 2002 eingeführte staatlich geförderte Altersvorsorge ein. Doch wir sollten uns etwas genauer anschauen, welche Verträge es überhaupt betrifft und was betroffene Kunden jetzt tun können.
Die Riester-Rente wurde eingeführt, um die Rentenkürzungen ab 2002 teilweise auszugleichen, nicht um allein die gesamte Rentenlücke zu schließen. Niedrige Auszahlungen resultieren meist aus schlechter Beratung, zu geringen oder nicht angepassten Beiträgen, hohen Kosten und Niedrigzinsen. Bei konsequenter 4-%-Besparung über Jahrzehnte könnte Riester jedoch einen spürbaren Beitrag leisten.
Wohn-Riester ermöglicht es, Riester-Guthaben für Kauf, Bau, Tilgung oder Umbau einer selbst genutzten Immobilie zu nutzen. Voraussetzung sind Mindestentnahmen und enge Fristen. Das entnommene Kapital wird auf einem Wohnförderkonto erfasst und im Alter versteuert – wahlweise jährlich oder einmalig mit Rabatt. Bei Verkauf droht Steuer, sofern keine Reinvestition erfolgt.
Die Kindererziehungszeit wird in der gesetzlichen Rentenversicherung berücksichtigt und umfasst bis zu 36 Monate pro Kind. Sie führt zu drei Entgeltpunkten und einer Pflichtversicherung – auch ohne eigenes Einkommen. Dadurch besteht Anspruch auf Riester-Förderung mit 175 € Grundzulage und 300 € Kinderzulage bei mindestens 60 € Eigenbeitrag jährlich. Wichtig: Kindererziehungszeiten werden nicht automatisch angerechnet und müssen bei der Deutschen Rentenversicherung beantragt werden, sonst drohen
Die Riester-Rente wurde 2002 eingeführt, um die Rentenlücke zu schließen. Doch hohe Kosten, geringe Renditen und komplizierte Regeln machten sie unattraktiv. Viele Verträge lohnen sich trotzdem, weil Zulagen und Garantien bleiben – Kündigung ist meist nachteilig. Sinnvoller: Verträge prüfen, ggf. ruhen lassen und Alternativen nutzen. Für Kleinsparer bieten sich ETF-Sparpläne, betriebliche Altersvorsorge, Rürup-Rente oder flexible Sparformen als bessere Wege zur Altersvorsorge an.
Wichtige Tipps:
* Die Wahl der Auszahlungsvariante sollte gut durchdacht sein, da sie erhebliche finanzielle Auswirkungen hat.
* Steuerliche Aspekte, Lebenserwartung und persönliche Bedürfnisse spielen eine entscheidende Rolle.
* Frühzeitig Informationen vom Anbieter einholen und individuelle Berechnungen durchführen.
Fazit: Jede Option hat Vor- und Nachteile. Die richtige Wahl hängt von der persönlichen Lebenssituation und den finanziellen Zielen ab.
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Die Riester-Rente und die betriebliche Altersvorsorge (bAV) sind beliebte Wege, sich eine staatlich geförderte Altersvorsorge aufzubauen. Beide Möglichkeiten miteinander zu verbinden, könnte hingegen ein teurer Fehler sein. Viele Arbeitgeber bieten ihren Mitarbeitern mittlerweile die Möglichkeit, durch den Abschluss einer betrieblichen Altersvorsorge für das Alter vorzusorgen: Die Vorteile liegen auf der Hand: Für den Arbeitgeber sinken die Lohnnebenkosten und er bindet seine Mitarbeiter...